Archive for the 'was mich interessiert' Category

Twittern aus dem Glashaus

Die Twitterer, das sind doch die, die sich gerne zum Kreis der digitalen Bohème zählen, die den Holzmedien gerne vorwerfen, wie sehr sich diese hinterm Berg der modernen Kommunikation befinden, die Twitterer die nahezu jedem, der die Micro- und Macrobloggerei partout nicht verstehen will mangelnde Medienkompetenz vorwerfen. Gilt das für alle Twitterer? Nein, natürlich nicht, aber für genügend. Und zwar für all die, die Medienkompetenz mit der Nutzung und dem technischen Einsatz von Tools verwechseln und nicht sehen, dass Medienkompetenz immer auch mit den Inhalten, die über diese Tools ins Internet kommen, zu tun hat.

Genau diese mangelnde Medienkompetenz konnte man gestern NICHT im “ersten deutschen Twitter-Fall” wie ihn die Medien nahezu unsäglich bezeichnen, sondern im, wenn man überhaupt eine solche Bezeichnung verwenden möchte, “ersten deutschen Twitter-FAIL”.

Angesichts einer solchen Alptraum-Katastrophe, bei der Menschen ihr Leben verlieren und die pure Fassungslosigkeit und Trauer hinterlässt, scheinen manche Twitterer weiter nur das eine Ziel zu verfolgen, welches sie eh jeden Tag haben: Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit in der Timeline um jeden Preis. Nein, von einem Bürgerjournalismus sind wir weit entfernt, wir sind mitten im Bürgerboulevard, wo die letzten Hemmschwellen des geschmacklosen Sarkasmus fallen. Ja, niemand kann mit einer solchen Katastrophe vollständig richtig umgehen, weder im Print, noch im TV, noch im Internet. Und das einzige was Twitter gestern gezeigt hat ist, dass es nichts nutzt, schneller Unfähigkeit zu demonstrieren als andere Medien.

Und bei manchen gemacklosen und unbedachten Tweets frage ich mich, ob die Twitterer mal überlegt haben, dass die Angehörigen, Schüler und Lehrer all diese Sprüche ebenfalls lesen können und ob ihre Öffentlichkeits- und Mediengeilheit nicht manchmal nur das Zweitwichtigste ist. Wenigstens für einen Tag.

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Terrortainment oder die Wahrheit?

Es ist einer dieser Tage an dem die Welt im Chaos versinkt und wer twittert sitzt in der ersten Reihe. Die gefühlte Nähe zur Katastrophe reicht bis zur Bordsteinkante des Taj Mahal Hotels. Mehr als 6000 Tweets pro Stunde tauchen im globalen Twitterstream auf und berichten. Sieht man sich diese Flut von 140-Zeichen Mininachrichten genauer an, stellt man fest: Die meisten davon sind Re-Tweets, also Wiederholungen von Tweets, die bereits wer weiss wie oft und von wievielen durch die Timeline gejagt worden sind. Ob wirklich grade nochmal ein Feuer ausgebrochen ist, wieviele Geisel tatsächlich noch in der Gewalt von wem auch immer sind, eine verläßliche Information bekommt man nicht so recht. Umso bedenkenswerter, das CNN auf Twitterer in der Berichterstattung zurückgreift, die sie aus genau dieser weltweiten Timeline herausgreifen. Manche dieser vermeintlichen Vorort-Berichterstatter haben in ihrem Twitterprofil nichts zu bieten ausser ihrem Nickname. Keinen Klarnamen, keinen Link auf eine Website oder ein Blog.

Was macht das mit mir, mir persönlich? Nun. Erst einmal finde ich die Live Berichterstattung über ein Microblogging Tool bemerkenswert und sehr gut. Sie könnte in Katastrophenfällen wie diesen echten Nutzen bringen. So wie die Blutspenden-Aufrufe oder der Hinweis, Familiennachfragen doch bitte mit dem Hashtag #mumbaifamily zu taggen. Und es gibt sicher noch sehr viel mehr wirklich sinnvolle Aktionen, die man über Twitter, etc.. verbreiten kann. Allerdings sollten diese, soweit es mich angeht, über ein vertrauensvolles Account verbreitet werden. Schließlich hat jeder Twitterer, der seinen Tweet mit #mumbai hashtaggt über die Suchbegriff-Auswertung von search.twitter.com SOFORT eine Attention die über seine normalen 10 Follower hinausgeht. Auf einmal fällt er CNN, BBC oder DerWesten auf. Je reißerischer und emotionaler der Mensch berichtet umso größer die erzeugte Aufmerksamkeit.

Doch wo ist sie, die viel besungene Authentizität des Web2.0? Kann ich in Katastrophensituationen den Nachrichten eines Twitterusers, der nur aus einem Nickname besteht, wirklich vertrauen? Und kann ich in der heutigen medialen Zirkuswelt einem Nachrichtensender, der sich auf solche Twitterer bezieht, vertrauen, daß er zugunsten einer belegten vertrauenswürdigen Quelle der Wahrheit näher kommt und stattdessen nicht der Erste ist, der eine Meldung bringt? Nochmal: ich finde es gut, das es Bürgerjournalismus gibt. Und mir fällt auch spontan keine Lösung ein, die authentische, glaubwürdige Bürger-Berichterstattung sicherstellen könnte, ausser “Bitte melden Sie sich hier mit ihrem Klarnamen und ihrer Adresse an, bevor sie uns sagen, in welche Richtung der Terrorist grade läuft”. Es geht sicher um das Verantwortungsbewußtsein des Einzelnen und der Einzelnen in der wilden Horde.

Genervt haben mich zum Beispiel die folgenden Dialoge um die Nachricht, ob von offizieller Stelle aus Mumbai darum gebeten wurde, doch bitte nicht mehr über Polizei- und Militäraktionen zu twittern, da die Terroristen möglicherweise ebenfalls die Twittertimeline lesen.

(bitte von unten nach oben lesen)
Picture 378

Es bleibt festzustellen, Twitter ist schneller als andere Medien, aber deshalb nicht glaubwürdiger und einen Umgang mit diesem schnellen Tool müssen wir alle und selbst die Digital Natives erst lernen. Zurück zur Frage, was dies alles bei mir persönlich auslöst, die Antwort: ich glaube dem Netz immer weniger, ich bin immer verunsicherter, oft wütend und immer öfter deprimiert was die Glaubwürdigkeit von Informationen betrifft, und damit schließe ich die Informationen vermeintlich seriöser Quellen ein.

Warum, frage ich mich, twittert eigentlich kein grosser Sender direkt vor Ort (z.B. cnninthefield), statt wie fast alle grossen Medienunternehmen, lediglich einen RSS Feed einzubinden? Dann müsste ich mir auf der Suche nach einer glaubwürdigen Quelle nicht erst einen Wolf googlen, oder irgendwo anrufen, wie dieser Mensch (Geschlecht unbekannt):

Picture 379

Und in anderen Krisengebieten, z.b. im Kongo, wo jeden Tag tausende Menschen auf der Flucht sind, dort scheinen die Menschen keine Computer zu haben und keine Handys und keine Kameras. Und deshalb gibts von dort und darüber auch kein Terrortainment. Dort sterben die Menschen einfach so, scheinbar ohne das es uns interessiert. Und das ist das Schlimmste.

Update:
mehr zu den hässlichen Seiten von Twitter bei der HAZ, dem Spiegel.

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Next08 – I’m streaming, come chat

Auf der Next08 haben Kosmar und ich einen Vortrag über Live-Broadcasting ins Web gehalten, dabei ein paar Dienste und Plattformen vorgestellt und live geqikt (Qualität leider nicht sooo doll, das liegt aber an meinem Handy, welches durch die Zuschauerreihen ging…. wer mir also ein N95 sponsorn will, gerne!!!)

Hier sind die Folien zum Vortrag:

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Glotzt du noch oder mogulierst du schon?

Seit nun fast einem Jahr ist es möglich seinen eigenen Fernsehssender im Internet zu betreiben. Dazu bieten verschiedene Live-Broadcasting Anbieter webbasierte Plattformen an, die für den eigenen Sendebetrieb lediglich einen Rechner, eine Webcam (oder andere über firewire angeschlossene externe Videokamera) sowie eine stabile DSL-Leitung voraussetzen. Das Wohnzimmer wird zum Fernsehstudio und endlich wird fernsehen auch interakiv. Ein Versprechen, welches die traditionellen Fernsehsender seit mehr als einem Jahrzehnt nicht einlösen.

Bei Mogulus oder ustream.tv wird jeder zum Moderator, Entertainer, Regisseur und Tontechniker. Und zwar gleichzeitig. Wer die erste 60-minütige Livesendung hinter sich hat, bekommt eine Ahnung davon, wie anspruchsvoll, nervenaufreibend und anstrengend ein richtiger Fernsehjob wohl sein mag.

Nicht zu vergessen, bieten die LiveTV-Broadcaster auch einen Rückkanal für die Zuschauer im Vergleich zum traditionellen Fernsehen. Und der ist ebenfalls live und besteht meistens aus einem integrierten Chatroom. Manchmal braucht es dann ein bißchen Übung sich daran zu erinnern, das man mit seinen Zuschauern nicht chatten muss – sondern mit ihnen reden kann und auch sollte; schließlich will niemand einem anderen beim chatten zusehen.

Genau darin liegt eine Herausforderung beim interakiven liveTV im Web: den Vorteil des Rückkanals vom Zuschauer nutzen, das heisst: gleichzeitig reden und den Chat im Auge behalten. Wer nur die Chatbeträge vorliest wird schnell langweilig, wer redet und redet und den Chat nicht beachtet wird feststellen, das die Zuschauer anfangen ihre eigene Unterhaltung zu führen. Dennoch sollte man beachten: Nicht jeder Zuschauer chattet aktiv mit. Einige hören und sehen nur zu, einige sind längst auf einem anderen Tab des Browers unterwegs und lassen sich nur noch durch den Ton berieseln. Spätestens nach der zweiten Sendung denkt man darüber nach, sich für die nächste Sendung ein kleines Storyboard anzulegen. Und seien es nur Stichpunkte über Themen von denen man schon immer mal reden wollte.

Neben dem experimentellen Blabla-Fernsehen und Egotainment eignen sich diese neuen liveTV broadcasting Plattformen meiner Meinung nach am Besten für Spezial-Themen; sprich long-tail Fernsehformate. Wenn zum Beispiel Martin Gommel über digitale Fotografie spricht und man Fragen dazu stellen kann, Kosmar über seine reichhaltigen Musikkenntnisse referiert, mspro Themen aus seinem Studium vorstellt, Prof. Hartmut Wöhlbier seine Vorlesung aus der Uni streamt oder auch die Live-Übertragungen von Veranstaltungen wie Barcamps. Hannover. Pl0gbarTV. Mitteldeutschland.

Je nach Professionalitäts-und/oder Peinlichkeitsgrad kann man selbst entscheiden, ob der grade gesendete Beitrag aufgezeichnet wird oder nicht.

Den meisten Spass jedoch macht es, Sendungen im Team zu produzieren. Über die Regie im Studiobereich kann man verschiedene Produzenten in den eigenen Fernsehkanal einladen und nach Belieben von einem zum anderen schalten. Allerdings sollte man dann (noch) vorsichtiger sein mit dem was man sagt, denn der Mit-Produzent kann jederzeit den Aufnahmeknopf drücken – je nach dem welche Rechte man ihm eingeräumt hat.

Auch sollte man (insbesondere) beim gemeinsamen Produzieren nicht vergessen sich aus dem Studio auszuloggen, sonst kann es passieren, dass die lieben Mitproduzenten und Zuschauer einem beim Schlafen zusehen.

weitere Informationen

hier: mediaocean, hier: Blogpiloten, hier: pottblog und google hat noch mehr….

und bald auch ein podcastbeitrag auf Fritz.de

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Bloggerlied (beta) – re:publica

Von Offline zu Online ist’s nur ein Katzensprung
Wir taggen das Leben bei jeder Äusserung
Wir warten nicht, wir klicken, was immer auch geschieht
Durch digg und del.icio.us klingt das Bloggerlied

Lobo, grüss’ mir die Arbeit
Grüss’ mir den Long tail
Und grüss’ mir den Don.

Dein Pagerank, das ist ein Streben
surf durch die Tagcloud, die keiner bewohnt

Von Offline zu Online ist’s nur ein Katzensprung
Wir taggen das Leben bei jeder Äusserung
Wir warten nicht, wir klicken, was immer auch geschieht
Durch digg und del.icio.us klingt das Bloggerlied

Blogger, grüss’ mir die Flatrate
Grüss’ mir den Long Tail
Und grüss’ mir das LAN

Dein Pagerank, das ist ein Streben
surf durch die Tagcloud, die keiner bewohnt

Schneller und immer schneller
kommentieren wie dir’s grad gefällt
Bloggern ist nichts verboten
Drum setz Trackbacks und ping um die Welt

Blogger, grüss’ mir die Widgets
Grüss’ mir die API’s
Und grüss’ mir den Feed

Deine Sphäre, ist eine Ehre
Durch die Blogposts, die jeder bewohnt

(entstanden im Rahmen der re:publica, zugunsten des websidestory-musicals;
Originaltext: Flieger – grüss mir die Sonne, Extrabreit)

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99 Follower auf der re:publica

Meine Besuchszeit meiner ersten re:publica ist leider kurz ausgefallen – das was ich gesehen habe, war super. Eine gelungene Mischung aus Kongress und Barcamp. Tolle Atmosphäre, gute Leute, klasse Location. Das nächste Mal bin ich länger da – bis dahin hinterlasse ich hier meine Liedtexte die im Rahmen des grossartigen Musicals von Johnny und Tanja entstanden sind (aber aus Zeit- und anderen erklärbaren Gründen nicht verwendet werden konnten)

Hast du etwas Zeit für mich,
dann twitter ich einen Tweet für Dich,
von 99 Followern
auf ihrem Weg ins Oberholz.

Denkst du vielleicht grad an mich?
Dann stream’ ich einen qik für Dich,
von 99 Followern
und dass so was von online kommt.

99 Follower, auf ihrem Weg ins Oberholz,
hielt man für Aliens aus dem Web,
darum schickte ein Ministerdepp
‘ne Videokamera hinterher
Alarm zu geben, wenn’s so wär!

Dabei war’n dort im Oberholz,
nur 99 Follower.

99 Twitterer, jeder war ein großer Tweeter,
hielten sich für Berners-Lee;
Es gab ein großes MashUp-Me!
Die Verlage haben nichts gerafft
und fühlten sich gleich angemacht,
dabei schoss man am Horizont
auf 99 Follower.

99 Printverlage, Streichholz und Benzinkanister
hielten sich für schlaue Leute
witterten schon fette Beute
riefen “Print” und wollten Macht
Man, wer hätte das gedacht?
Dass es einmal soweit kommt
wegen 99 Followern.

wegen 99 Followern
99 Follower

99 Jahre Netz ließen keinen Platz für Sieger,
Printverlage gibt’s nicht mehr
und communities vermiss’ ich sehr.
Heute zieh ich meine Runden,
seh die Welt live gestreamt.
Hab ‘nen Follower gefunden
denk an dich und add’ ihn heimlich

(Originaltext: Nena, 99 Luftballons)

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0815Talk – über Datenträger und andere Träger…

So ein Barcamp kann inspirieren…denn dort ist dieser Film entstanden…

Wir, das sind: Sven Dietrich, Stefan Hess und ich, haben keine Mühe gescheut, unseren Idolen zu huldigen. Die exklusiven Requisiten haben mindestens 3,87 Euro gekostet. Wir hatten einen unglaublichen Spass – nicht nur beim Filmen, sondern auch beim Überlegen der Sätze. Ansonsten: alles improvisiert. Klar. Barcamp halt.

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Blogstöckchen – Wer inspiriert mich?

So. Mein erster Post in diesem Jahr. Mein Horoskop sagt mir “2008 wird leicht, aber nicht leichtsinnig, kreativ, aber nicht chaotisch, fantasievoll, aber auch pragmatisch. Ein Jahr der 1001 Ideen, von denen die Zwillinge, also Sie, durchaus die eine oder andere in die Tat umsetzen.”
Ich finde das hört sich vielversprechend an :)

Ausserdem habe ich ein Blogstöckchen bekommen vom Timo Heuer und es freut mich sehr, das er was von mir gelernt hat (Ich grübel natürlich, was das sein könnte…)

Ich gebe das Stöckchen dann gleich mal weiter an: michi aka mspro, Klaus Eck und Kosmar

Wer inspiriert mich?

immer wieder:
Friedrich Schiller

Stanislaw Lem

ausserdem:

Philip Rosedale (Gründer von Linden Lab, Second Life)

Nicolas Stemann

Rene Pollesch

Von wem habe ich besonders gelernt?

Frank Matthäi & Salvatore Vanasco

Wen schätze ich besonders?

Das kann ich so gar nicht beantworten, da ich an den meisten Menschen unterschiedliche Facetten und “Kleinigkeiten” besonders schätze.

Welche Angestellten faszinieren mich?

bei dem Wort “Angestellter” kann ich nur an Sascha Lobo denken, danach bin ich blockiert…

Welche deutschen Selfmade-Storys bewundere ich?

guenstiger.de (seit 1999 aus eigener Kraft gewachsen)

Tipp24

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One Blogpost for Burma – Free Burma


Free Burma!

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StartUpWeekend vs. Enterprise 2.0

Was sollte beim StartUpWeekend passieren? Wir wollten alle zusammen Neuland betreten und das Experiment wagen, ob es gelingt innerhalb 48 Stunden mit einem Haufen unterschiedlicher Menschen eine Unternehmung auf die Beine zu stellen.

Ist das gelungen? Ja.

Was mich im Rahmen dieses Konstruktes ebenfalls interessiert hat war, ob ein Event wie ein StartUpWeekend unter den Prämissen von Enterprise 2.0 funktioniert.

Wer war dabei?

  • Freiberufler. Selbstbestimmt. Gewohnt in Netzwerkstrukturen zu arbeiten. Ohne Hierachien.
  • Studenten. Fast schon die Generation “Digital Natives”.
  • Old Ecos. Aus tradionellen Organisationsstrukturen. Mit klaren Etappenzielen.

Was mich rückblickend zum Nachdenken gebracht hat, ist die Frage, warum viele Teilnehmer, die bereits heute selbstbestimmt in Netzwerkstrukturen arbeiten oder arbeiten wollen, es scheinbar “zugelassen” haben, das sich eine “klassische” Unternehmensstruktur herausbildet. War das überhaupt wirklich so oder war das nur ein diffuses Gefühl? Und wenn es wirklich so war, war es schlecht?

Ich hatte nicht den Eindruck, das es irgendwo eine Gruppe gab, die so “konspirativ” oder zurückgezogen war, das ich mich nicht jederzeit hätte dazugesellen können, wenn ich es gewollt hätte. Trotzdem scheint dieses Gefühl entstanden zu sein. (ich nehme mich da nicht aus).

Man spricht es allerdings nicht offen aus, sondern bemurmelt es am Aschenbecher oder auf den Gängen. So zumindest mein subjektives Empfinden. Aschenbechergemurmel oder auch Küchengespräche empfinde ich persönlich jedoch als ebenso “klassisch” innerhalb eines hierarchischen Modells, wenn anschließend kein offenes Gespräch geführt wird. Dann bleibt es für mich ein Verorten in “Oben” und “Unten” innerhalb einer unausgesprochenen Hierarchie, in der man sich (vielleicht unbewusst) eingeordnet hat.

Auch in Enterprise 2.0 Unternehmungen gibt es Pläne und Leader. Ohne gehts nicht. Jeder Einzelne sollte sie jedoch konstruktiv in Frage stellen dürfen, vielleicht sogar müssen, wenn er am Gesamtergebnis Verantwortung tragen möchte. Holschuld und Bringschuld. Doofe Begriffe aus der Old Eco. Eigenverantwortung wäre vielleicht der bessere Ausdruck.

Das wollen wir doch, oder? Warum fordern wir es dann nicht oft genug ein?

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