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	<title>Themenriff &#187; was mich interessiert</title>
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	<description>Migration vom Web 1.0 ---> Web 2.0</description>
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		<title>Öffentlicher Raum im Internet</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 19:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeingebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Google Streetview]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Debatte um Google Streetview und Netzneutralität fällt immer wieder der Begriff  &#8221;Öffentlicher Raum&#8221; insbesondere der &#8220;Öffentliche Raum im Internet&#8221;. Doch was genau ist da eigentlich gemeint? Die traditionelle Definition des Öffentlichen Raums lautet gemäß Wikipedia: Mit öffentlichem Raum (auch öffentlichem Bereich) wird der ebenerdige Teil einer Gemeindefläche, oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verstanden, der der Öffentlichkeit frei zugänglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/08/FotoStrasse22.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-227" title="FotoStrasse2" src="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/08/FotoStrasse22-300x82.jpg" alt="" width="300" height="82" /></a></p>
<p>In der Debatte um Google Streetview und Netzneutralität fällt immer wieder der Begriff  &#8221;Öffentlicher Raum&#8221; insbesondere der &#8220;Öffentliche Raum im Internet&#8221;. Doch was genau ist da eigentlich gemeint?</p>
<p>Die traditionelle Definition des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlicher_Raum" target="_blank">Öffentlichen Raums</a> lautet gemäß Wikipedia:</p>
<blockquote><p>Mit <strong>öffentlichem Raum</strong> (auch <strong>öffentlichem Bereich</strong>) wird der ebenerdige Teil einer Gemeindefläche, oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verstanden, der der Öffentlichkeit frei zugänglich ist und von der Gemeinde bewirtschaftet und unterhalten wird.</p></blockquote>
<p>Diese Definition lässt sich natürlich nicht so ohne weiteres für das Internet umsetzen. Schon der Begriff &#8220;Raum&#8221; scheitert an mangelnden Dimensionen im virtuellen Netz.</p>
<p>Doch selbst wenn man dem Internet eine gewisse &#8220;Räumlichkeit, im Sinne einer ebenerdigen Virtualität&#8221; zugesteht, fehlen ihm doch wichtige Merkmale des &#8220;Öffentlichen&#8221;. Weder ist das Internet Teil einer Gemeinde oder wird von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts bereitgestellt noch ist es der Öffentlichkeit frei zugänglich (für jeden frei und ohne Bezahlung zugänglich und nutzbar). Geschweige denn, daß die Infrastrukur von der Gemeinde bewirtschaftet und unterhalten wird.</p>
<p>Stand heute ist <strong>das Internet eine Dienstleistung der freien Wirtschaft</strong>. Diese umfasst sowohl die Bereitstellung des Zugangs als auch die Bereitungstellung von Services. Regulierungsbehörden wachen darüber, dass der Wettbewerb gewährleistet ist, mehr nicht.</p>
<p>Meine erste Frage lautet daher, kann &#8220;öffentlicher Raum&#8221;  überhaupt von Wirtschaftsunternehmen bereitgestellt werden, für dessen Zugang ich darüber hinaus an ein privatwirtschafliches Unternehmen  zahlen muss? Meine Meinung: Nein.</p>
<p>Da unumstritten ein öffentliches Interesse an der Nutzung des Internets besteht, finde ich den Begriff des &#8220;öffentlichen Internets&#8221; auf der Definitionsgrundlage von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeingebrauch" target="_blank">Gemeingebrauch</a>&#8221; deutlich treffender als die Definition &#8220;öffentlicher Raum&#8221;.</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;Gemeingebrauch ist das Recht einer Vielzahl von Menschen zur Benutzung solcher Sachen, die der Nutzung durch die Öffentlichkeit dienen &#8230;.. Im Gegensatz zum Eigentum ist er also kein <em>Individualrecht</em>, sondern ein <em>Kollektivrecht</em>. Das hat vor allem zur Folge, dass der zum Gemeingebrauch Berechtigte keinen anderen von der Nutzung ausschließen kann, der ebenfalls zum Gemeingebrauch berechtigt ist &#8230;..&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Gemeingebrauch kann nämlich auch an Sachen bestehen, die im Privateigentum stehen und durch die Gesetze und die Polizei des Staates geregelt und überwacht sein.</p>
<p>Doch dies nur zur Definitionfrage.</p>
<p>Folgt man meiner These der Verneinung der Existenz eines &#8220;öffentlichen Raums im Internet&#8221; stösst man im Falle von Google Street View auf folgende Fragestellung:</p>
<p>Kann ich einen öffentlichen Raum (Strasse, Fassaden) in einen nicht-öffentlichen Raum &#8220;embedden&#8221;? oder weniger nerdig ausgedrückt: Kann ich einen &#8220;öffentlichen Raum&#8221; in einem nicht-öffentlichen Raum abbilden? Das mag eine sehr theoretische Frage sein, ich finde sie dennoch interessant.<br />
Ich glaube, dass die Bezeichnung &#8221;digitale Ebene des öffentlichen Lebens&#8221; von Thomas de Maizère diese Fragestellung nicht ausreichend beantwortet.</p>
<p>Wäre ein realer &#8220;öffentlicher Raum&#8221; überhaupt noch <em>derselbe</em> &#8220;öffentliche Raum&#8221;, wenn man ihn digitalisiert? Oder wäre es, wenn überhaupt, nicht ein völlig anderer öffentlicher Raum? Also maximal eine Variante?  Anders ausgedrückt, kann es (neben Video) überhaupt eine digitale Kopie eines bestimmten öffentlichen Raums geben? Und ist das überhaupt gewollt oder die Intention des Internet?</p>
<p>Und: Kann öffentlicher Raum statisch sein? Wie ein Photo? Oder ist öffentlicher Raum durch Bewegung und Veränderung geprägt und definiert? Also: ist ein abfotografierter öffentlicher Raum überhaupt noch ein öffentlicher Raum? Ich kann mich in diesem Raum nicht bewegen, ich kann ihn nur betrachten. Daran ändert auch die Möglichkeit der Navigation nichts. Der Raum ist kein Raum, sondern ein Standbild, in bzw. auf Google Streetview findet keinerlei Interaktion statt, zumindest nicht im Sinne einer Übertragung einer räumlichen Interaktion.</p>
<p>Die Aktivitäten des Internets sind nicht die Bewegungen, der Spaziergang über eine Strasse, sondern die Verlinkung.</p>
<p><strong>Die Verlinkung ist die Aktivität, durch die sich der Raum des Internet konstituiert. Sie bildet die Bewegung des Menschen im als gemeinhin &#8220;öffentlichen Raum&#8221; des realen Lebens ab.</strong></p>
<p>Ausflug: Olaf Eigenbrodt hat in einem Paper der Humboldt-Universität zu Berlin das Konzept von Hanna Arendt zum öffentlichen Raum verwendet. Sie vertritt die These:</p>
<blockquote><p>Öffentlicher Raum konstituiert sich durch die Aktivitäten, die in ihm stattfinden.</p></blockquote>
<p>(Vlg. <a href="http://archive.ifla.org/IV/ifla74/papers/091-Eigenbrodt-de.pdf" target="_blank">Gesellschaftliche Räume</a> - Die Konstituierung des Bibliotheksraums durch Aktivität - sehr lesenswert, ab Seite 10 auch allgemeiner zum öffentlichen Raum). Den Begriff des &#8220;gesellschaftlichen Raums&#8221; den Eigenbrodt verwendet, finde ich übrigens klasse.</p>
<p>Wenn ich demnach einen realen &#8220;Öffentlichen Raum&#8221; in das Internet &#8220;embedden&#8221; möchte, müsste ich auch die Aktivitäten des realen Raums in den virtuellen Raum übertragen. Das ginge letztendlich nur durch einen live Videostream. Aber: Google macht nur ein Foto. Ein Foto hat keine Aktivität. Selbst das reale Werbeplakat ist, wenn es nach Monaten auf Streetview zu sehen wäre, im realen &#8220;öffentlichen Raum&#8221; längst durch ein anderes ersetzt worden. Und wenn sich Google morgen entscheidet, Streetview in den Staaten, in denen es bereits verfügbar ist, abzuschalten &#8211; welcher  öffentliche Raum wäre dann verloren gegangen?</p>
<p>Doch zurück zum Thema, das mir am Herzen liegt:</p>
<p>Egal ob wir das Internet als &#8220;öffentlichen Raum&#8221; oder als Sache des Gemeinbrauchs bezeichnen: Wenn sich die Zugangs- und Internetserviceprovider morgen entschliessen würden, sich aus dem Internetbusiness zurückzuziehen, könnte das jemand verbieten? Müsste oder könnte der Staat nach der aktuellen Gesetzeslage einen anderen Provider zwingen, z.B. die Aufgaben der Telekom zu übernehmen? (bzgl. des Zugangs zum Internet).</p>
<p>Welche Rechtsmittel hat der Staat heute, um Zugangsprovider zu verpflichten, ihren Zugang <strong>überhaupt</strong> bereitzustellen?</p>
<p>Wenn wir also so etwas wie einen &#8220;öffentlichen Raum&#8221; im Internet haben wollen, dann müsste die Bereitstellung der Infrastruktur des Internets zukünftig in der Verantwortung des Staates liegen, inklusive der Bereitstellung eines freien und kostenlosen Zugangs. Die Ausgestaltung und Bereitstellung von Serviceangeboten mag dann dem Markt obliegen.</p>
<p>Doch, Moment. Wollen wir das wirklich? Eine staatliche Infrastruktur des Internets? Und gibt es dann noch ein Interesse der Wirtschaft innovative Entwicklungen dieser Infrastruktur voranzutreiben, wenn es keine Möglichkeit der Refinanzierung gibt?</p>
<p>Obwohl. Eine &#8220;Stiftung Grundversorgung&#8221; wäre vielleicht einen Alternative zu Steuerabgaben. Dort können ja die vielen Millionäre spenden, die sich um Deutschlands Innovationskraft sorgen, in Bildung investieren wollen, etc.. Und auch ein von Werbung befreites Google Streetview würde sich als Kulturgut ganz prima in einer Stiftung machen. Es wird in 50 jahren eh in einem Museum landen.</p>
<p><strong>Nachtrag:<br />
<span style="font-weight: normal;">Neben einer Stiftung kommt auch das Modell einer </span>gemeinnützigen Aktiengesellschaft<span style="font-weight: normal;"> in Frage, die in Zukunft für Grundversorgung und die öffentlichen Bereiche im Internet zuständig ist.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Jeder Bürger wäre Aktionär dieser gemeinnützigen Aktiengesellschaft, es gäbe einen gewählten Vorstand und die AG könnte sogar an einer Börse notiert sein. Dann hätte das Volk die digitale Innovationskraft ihres Landes selbst in der Verantwortung. </span> </strong></p>
<p>Ich werde das die Tage mal ausführlicher behandeln.</p>
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		<title>Medienkompetenz reloaded</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 14:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeldverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[informationelle Selbstbestimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts des eingeleiteten Bußgeldverfahrens gegen Facebook durch den Hamburger Datenschutzbeauftragten kommen mir folgende Überlegungen in den Sinn. Ja, Facebook muss transparenter werden, soviel ist sicher. Wie für jedes andere Unternehmen im Internet, gehört ein Button &#8220;Zeig mir, welche Daten Du über mich besitzt&#8221; auf die Seite, wo mir nach entsprechender Authentifizierung, angezeigt wird, über welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts des <a href="http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/2365106/datenschutz-facebook.html" target="_blank">eingeleiteten Bußgeldverfahrens</a> gegen Facebook durch den Hamburger Datenschutzbeauftragten kommen mir folgende Überlegungen in den Sinn.</p>
<p>Ja, Facebook muss transparenter werden, soviel ist sicher.</p>
<p>Wie für jedes andere Unternehmen im Internet, gehört ein Button &#8220;Zeig mir, welche Daten Du über mich besitzt&#8221; auf die Seite, wo mir nach entsprechender Authentifizierung, angezeigt wird, über welche meiner Daten (Persönliche und Bewegungsdaten) dieses Unternehmen verfügt. Punkt. Ohne dem geht es meiner Meinung nach in Zukunft nicht. Das alles natürlich inklusive Korrekturmöglichkeit , Sperrfunktion, Löschfunktion und Anonymisierungsknopf.</p>
<p>Nichtsdestotrotz bleibt für mich generell die Frage, ob der eigentliche Täter und Verursacher, nämlich derjenige, der meine Daten ungefragt und ohne meine Erlaubnis in Social Networks eingestellt, nicht grob fahrlässig handelt und damit nicht ebenfalls einen Bußgeldbescheid bekommen sollte. Also auch die Privatperson, die meine Daten einem Social Network zur Verfügung stellt.</p>
<p>So eine Verfahrensweise wäre natürlich absurd, weil es natürlich letztendlich auch eMails betrifft, wie <a href="http://twitter.com/mspro" target="_blank">@mspro</a> auf Twitter dazu bemerkt hat: &#8220;ist das nicht das selbe problem, wie die e-mails an alle, mit den adressen im to oder cc-feld?&#8221; Der Unterschied ist hier natürlich, das ich als Dritter durch den Erhalt der Mail von dem u.U. unerlaubten Handeln erfahre, Transparenz ist also gegeben, aber die Mail kann i.d.R. nicht zurückgenommen werden.</p>
<p>Bei Twitter beipielsweise, wird das Einverständnis des Followen und damit des &#8220;persönlichen Interesses an mir&#8221; implizit vorausgesetzt, wenn ich den Follower nicht blocke. Welche Schlüsse Twitter und andere dritte Dienste aus meinen Followerinteressen ziehen, ist mir nicht transparent. Dieses Beziehungsgeflecht ist für jeden einsehbar und letztendlich natürlich auch weiterverwendbar.</p>
<p>Einen interessanten Link zum Thema lieferte <a href="http://twitter.com/horax" target="_blank">@Horax</a>: &#8220;<a href="https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/showthread.php?1234-Back-to-the-Roots&amp;p=6278" target="_blank">Gedanken</a> von Peter Schaar zu W. Steinmüller, der den Begriff &#8220;informationelle selbstbestimmung&#8221; prägte.</p>
<p>Es ist doch nur eine Frage der Zeit, wann der erste Fall vor Gericht geht, in dem eine Privatperson eine andere Privatperson wegen unerlaubter Datenweitergabe an ein Social Network und daraus resultierender Folgeschäden belangt. (oder gibt es den schon?)</p>
<p>Und weil das alles absurd wäre,  muss eine andere Lösung her. Ein neues Verständnis. Medienkompetenz, die rechtliche Aspekte stark einbezieht.</p>
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		<title>Druckluft</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 16:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>
		<category><![CDATA[blogger]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[print]]></category>
		<category><![CDATA[scroll edition]]></category>
		<category><![CDATA[welt kompakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist es also vorbei, das Experiment &#8220;Blogger machen Zeitung&#8221; bei der Welt Kompakt mit dem Namen: Scroll Edition. Einen Tag lang habe ich Druckluft geschnuppert. Meine Erwartungshaltung an diesen Tag stand in erster Linie in meinem beruflichen Kontext. Ich bin Freie IT-Beraterin und meine Projekte beschäftigen sich in der Regel mit der Optimierung von Prozessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste">Nun ist es also vorbei, das Experiment &#8220;Blogger machen Zeitung&#8221; bei der Welt Kompakt mit dem Namen: <a href="http://www.welt.de/welt-kompakt/scroll-edition/" target="_blank">Scroll Edition</a>.</div>
<div>Einen Tag lang habe ich Druckluft geschnuppert. Meine Erwartungshaltung an diesen Tag stand in erster Linie in meinem beruflichen Kontext.</div>
<div id="_mcePaste">Ich bin Freie IT-Beraterin und meine Projekte beschäftigen sich in der Regel mit der Optimierung von Prozessen in Unternehmen, dem Pitchen und der Einführung von neuen Softwaresystemen rund um CMS, CRM, Targeting/Personalisierung und Enterprise 2.0. Aus dieser Perspektive betrachtet, ist völlig klar, dass ich mit der Teilnahme an einem solchen Projekt nur gewinnen konnte.</div>
<div id="_mcePaste">Daher beginne ich mal mit meiner persönlichen Perspektive auf dieses Experiment:</div>
<div id="_mcePaste">
<p>Ungewöhnlich spät begann der Tag erst gegen 11.00 Uhr mit dem Eintreffen der Blogger im Axel Springer Verlag.</p>
</div>
<div>
<div id="attachment_191" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://twitter.com/bosch"><img class="size-medium wp-image-191 " style="border: 1px solid black;" title="Picki und der Printmann" src="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/07/picki-printmann-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Am Fuss des Prints hängt ein Blogger - Bild: @bosch</p></div>
<p>Bereits am Eingang versuchte ich den Printmann wenigstens für diesen Tag vom Sockel zu stürzen, aber dies gelang mir ebenso wenig wie ein Photo im Eingangsbereich des Verlages zu schiessen, da der Sicherheitsmann seinen Job sehr ernst nimmt.</p>
</div>
<div id="_mcePaste">Mit einem kühlen Glas Sekt in der Hand, welches mir von einem sehr netten livrierten Herrn gereicht wurde, schoss mir in Sekunde 1 durch den Kopf. &#8220;Ach, so geht also Print!!&#8221; und in Sekunde 2: &#8220;das wird hier heute kein knallharter Arbeitstag, sondern hat eher einen Event Charakter&#8221;.</div>
<div>Der späte Beginn konnte nur darauf schließen lassen, dass Tagesnachrichten keine zu grosse Rolle spielen würden, da ja zunächst einmal ein paar organisatorische Dinge zu klären und erklären waren. Nach der Begrüßung erklärten Frank Schmiechen und Matthias Leonard den Ablauf des Tages. An der Wand hing bereits die Rohfassung der Zeitung inklusive der Texte, die fast alle Blogger ein paar Tage zuvor eingereicht hatten.</div>
<div>Von meinen drei Themenvorschlägen:  1. Targeting und Personalisierung im Kontext von Transparenz und Datenschutz (was beruflich einer meiner Schwerpunkte ist) 2. Theater und Ökonomie und 3. Legitimierungsprozesse in der Bildung &#8211; hatte sich die Weltkompakt für den zweiten Vorschlag entschieden. Da ich aber mit meinem Text bis zur Abgabe irgendwie sehr unzufrieden war, konnte ich mit der Kürzung um fast 3/4 der Länge eigentlich ganz gut leben. Mit allen Bloggertexten war die Zeitung praktisch schon zu 80% gefüllt.</div>
<div id="_mcePaste">Das Querformat hatte sich die Redaktion bereits ein paar Tage vorher überlegt, da es natürlich in den entsprechenden Layoutsystemen auch erst einmal angelegt werden muss. Dennoch hat Frank Schmiechen den Bloggern die Entscheidung überlassen, dieses Format so zu übernehmen, oder etwas ganz anderes zu machen. Realistisch betrachtet, hätte das aber noch mal einen Haufen Arbeit an diesem Tag bedeutet und wäre kaum machbar gewesen. Und vor allem wäre es eine Tätigkeit gewesen, an der die Blogger im praktischen Sinn nicht hätten mitwirken können. Ich persönlich finde das Querformat interessant, auch weil es einfach mal etwas anderes wagt. Ergo habe ich auch keinen anderen Vorschlag gemacht.</div>
<div id="_mcePaste">
<div id="attachment_153" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://boschblog.de"><img class="size-thumbnail wp-image-153    " style="border: 1px solid black;" title="Der @Bosch macht ein Experiment" src="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/07/dieckmann-150x150.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">@Bosch macht ein Experiment </p></div>
<p>In der &#8220;Quasi-Redaktionskonferenz&#8221; war erstmal Stille angesagt. Ich schätze, bis auf Tim Cole war keiner der anwesenden Blogger redaktionskonferenzerfahren. Themenvorschläge und Diskussionen kamen erst sehr langsam in Schwung.</p>
<p>Es entspann sich eine kleine Diskussion darum, ob man vielleicht neben den Beiträgen eine Kommentarspalte blanko lässt, damit dort offline Kommentare eingetragen werden können &#8211; die dann irgendwie ihren Weg zurück zur Weltkompakt finden und wie man überhaupt und generell das Kommentarthema angeht, weil es ja sehr bloggerspezifisch sei. Wir konnten uns aber für keine der Varianten wirklich entscheiden.</p>
</div>
<div>Erfreut war ich darüber, dass wir direkt mit dem Redaktionssystem der Zeitung arbeiten konnten, begleitet und assistiert von einem quirligen Haufen Volontäre, die jederzeit ansprechbar waren, wenn jemand Hilfe brauchte. An dieser Stelle nochmal ein grosses Lob!! Danke!. Neben dem Layouter sitzend konnte man, wenn man wollte, auch auf das Layout der Beiträge Einfluss nehmen. Auch hier hat man Niemandem den enormen Stress angemerkt; zu jedem Zeitpunkt waren alle Welt Kompakt Mitarbeiter ansprechbar, sehr offen und extrem hilfsbereit. Und stressig wurde es dann schon etwas, nachdem der Bundespräsident ewig auf sich warten liess und Bosch und ich doch für unsere Sonder-Twitkrit auf gute Tweets zum Bundespräsidenten angewiesen waren, die auf Seite 2 erscheinen sollte.</div>
<div id="_mcePaste">
<div id="attachment_155" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/07/redaktionblogger1.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-155     " style="margin-right: 3px; margin-left: 3px; border: 1px solid black;" title="Redaktionblogger" src="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/07/redaktionblogger1-150x150.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">scroll edition Newsroom</p></div>
<p>Das Gefühl unter enormen Zeitdruck einen guten Text zu liefern, auf das ich auch ein bißchen gehofft hatte, stellte sich nicht so richtig ein. Eine Diskussion, was die Alternative auf Seite 2 hätte sein können, gab es nicht so recht. Das war etwas schade, aber ich kann verstehen, das die Situation auch die Welt Kompakt Kollegen ziemlich gestresst hat.  Auch hätte ich mir angesichts meiner Rechtschreibung eine Schlussredaktion gewünscht. Die hat bei einigen stattgefunden, bei mir leider nicht. Na ja, dafür hatten Bosch und ich auch alle Freiheiten &#8211; so gesehen natürlich auch ein grosser Vertrauensbeweis.</p>
</div>
<div>Letztendlich haben wir bis 20:30 Uhr auf das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl gewartet und dann ist die Welt Kompakt ins Risiko gegangen, sich auf Wulff festzulegen. Da ein Abendprogramm geplant war, wurden wir Blogger um 20:30 Uhr mit einem Bus abgeholt. Wie sich dieser enorme Stress anfühlt, konnten wir also nur ein kleines bißchen erahnen. Aber es reicht mir schon völlig um diesbezüglich den Print-Journalisten meinen Respekt zu zollen. Blogger haben nun mal keinen Redaktionsschluss und können im Zweifel auch mal eine Nacht durcharbeiten.</div>
<div id="_mcePaste">Schade fand ich persönlich an diesem Tag, das ich mit relativ wenigen Bloggern ins Gespräch gekommen bin, wobei ich daran eher selbst schuld war. Ein kleines Versäumnis der Welt Kompakt war es jedoch, dass keine Vorstellungsrunde der einzelnen Blogger stattgefunden hat.</div>
<div>Übergreifend wäre es gut gewesen, die Blogger (sofern sie gewollt hätten) frühzeitiger in die Layout Fragen und die Themenwahl einzubinden. Ich hatte ein google Doc dazu angelegt, aber das kam nicht so recht in Schwung.</div>
<div>An der Gesamtorganisation dieses Events war absolut gar nichts auszusetzen. Alles war perfekt bis ins kleinste Detail.</div>
<div id="_mcePaste">Soweit zu meinen persönlichen Eindrücken des Tages.</div>
<div>Darüber hinaus halte ich das Experiment grundsätzlich für sehr erfolgreich. Das Format wird wohl nicht jedem gefallen, aber so ist das halt mit fast allen Dingen im Leben. Grundsätzlich hätte ich mir etwas mehr Tagesaktualität gewünscht, also vor dem dpa-Ticker zu sitzen, hektische Interviews zu führen, etc.. Allerdings, das muss ich gleichzeitig sagen, halte ich in der Tat die gedruckte Tageszeitung für angezählt. (siehe mein<a href="http://www.welt.de/welt-kompakt/scroll-edition/article8226235/Tina-Pickhardt.html" target="_blank"> Kurzinterview</a>).</div>
<div>Über die Qualität der Blogbeiträge kann man genauso trefflich streiten, wie über Artikel von Print-Journalisten. Von daher finde die solchen Diskussionen sehr müßig. Ich persönlich finde die meisten Beiträge gut.</div>
<div>Ich bin absolut für eine Wiederholung des Experiments &#8220;Blogger machen Zeitung&#8221;. Einen Event-Charakter braucht es eigentlich nicht. Eine Anwesenheit vor Ort ist zwar interessant, aber nicht wirklich notwendig aus meiner Sicht. Vielleicht könnten in regelmäßigen Abständen zu bestimmten Themen Bloggern ein paar Seiten freigemacht werden. Selbstverständlich gegen Honorar. (welches wir übrigens auch für diesen Tag bekommen).</div>
<p>Insofern: weiter mutig bleiben <a href="http://twitter.com/weltkompakt" target="_blank">@weltkompakt</a>!</p>
<p>Ergänzung:</p>
<p>Wie z.B. Tim Cole, <a href="http://daslebenistmeinponyhof.digital-dictators.de/2010/07/01/welt-kompakt-scrolling-edition-mitmach-erfahrungsbericht-weltkompakt-wk107/" target="_blank">Alex Kahl</a> und Sebastian v. Bomhard den Tag empfunden haben, kann man <a href="http://www.czyslansky.net/?p=3226" target="_blank">hier</a> in den Kommentaren nachlesen, bei <a href="http://gesellschaftistkeintrost.wordpress.com/2010/07/02/ooooch-jetzt-aber-mal-los-hier-ich-muss-noch-abkorpern-dazu-in-der-fortsetzung-mehr/" target="_blank">Rose Jakobs</a> und bei der <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/webwelt/article8270467/Blogger-sind-auch-nur-Menschen.html" target="_blank">Welt</a></p>
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		<title>1200 Game Changer und keiner hat es gemerkt</title>
		<link>http://themenriff.de/2010/05/12/1200-game-changer-und-keiner-hat-es-gemerkt/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 21:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der Next10 Conference haben sich am 11. und 12. Mai in Berlin ca. 1200 Menschen getroffen. Organisatorisch war die Next10 perfekt umgesetzt. Die Location war gut.  Die Akustik hat gestimmt. Das Catering war klasse. Ich persönlich habe mich rundrum wohl gefühlt und hatte eine Menge sehr guter, inspirierender Gespräche. Von den 1200 Menschen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcisler/4597618029/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-133" title="Next10 Conference  - Photo by Marc Isler" src="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/05/4597618029_5047937734_m-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> Auf der <a href="http://nextconf.eu/next10/">Next10</a> Conference haben sich am 11. und 12. Mai in Berlin ca. 1200 Menschen getroffen.</p>
<p>Organisatorisch war die Next10 perfekt umgesetzt. Die Location war gut.  Die Akustik hat gestimmt. Das Catering war klasse. Ich persönlich habe mich rundrum wohl gefühlt und hatte eine Menge sehr guter, inspirierender Gespräche.</p>
<p>Von den 1200 Menschen, die sich dort trafen, haben ca. 100 (Zahl ist geschätzt) unter dem Konferenztitel &#8220;Game Changer&#8221; Vorträge gehalten. Was dabei zutage gekommen ist, sind einige bemerkenswerte Inhalte aber leider auch ein bemerkenswert hoher Anteil von Respektlosigkeit gegenüber dem Veranstalter SinnerSchrader, denn, hätte der Konferenztitel &#8220;die Zukunft umfallender Reissäcke&#8221; gelautet &#8211; die Vorträge wären exakt die gleichen gewesen. Ich finde das beschämend. Was für ein Armutszeugnis.</p>
<p>Wie wenig Auseinandersetzung findet eigentlich im Kopf eines &#8220;Speakers&#8221; statt? Gott sei Dank erzeugt diese unreflektierte Arroganz insbesondere dann, wenn eine positive Steilvorlage wie &#8220;Game Changer&#8221; so armselig in 08/15 Standard-Sales-Sprech umgesetzt wird, praktisch unmittelbar das gegenteilige Resultat: &#8220;Nein. Du changed gar nichts&#8221; hätte ich gerne so manchem Speaker entgegengerufen. Soweit zu meinem Unmut. Mein Vorwurf richtet sich dabei nicht an SinnerSchrader oder das Next Conference Format. Ich glaube, dass es kein Konferenzformat gibt, welches dieses Dilemma auflösen könnte.</p>
<p>Vielleicht waren viele Speaker mit dem Label &#8220;<em>Game Changer&#8221;</em> auch einfach überfordert? Denn in Wirklichkeit sind nicht die Unternehmen die <em>Game Changer</em> sondern die User. Die selbstbestimmten User, die quasi in Minuten Shitstorms entfachen können, die eine für Unternehmen nicht mehr zu überhörende Meinungsmacht bekommen haben, die heute noch viel mehr als früher über den Erfolg oder Mißerfolg eines Webdienstes entscheiden.</p>
<p>Die User sind die wahren <em>Game Changer </em>und insofern waren 1200 Menschen <em>Game Changer</em> bei der Next10 und sie haben es nicht einmal gemerkt.</p>
<p>Und weil ich auch total selbstbestimmt bin, komme ich bestimmt nächstes Jahr wieder!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Why waiting? take the NEXT bus!</title>
		<link>http://themenriff.de/2010/04/26/why-waiting-take-the-next-bus/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 15:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>
		<category><![CDATA[next-conference]]></category>
		<category><![CDATA[Next10]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ihr wisst, findet die Next Conference dieses Jahr in Berlin statt. Wie fändet ihr es, mit einem NEXT-Bus am 11.05. morgens von Hamburg nach Berlin zu fahren und am 12.05. wieder zurück? Mit einer Menge Zeit für Networking, vielleicht sogar stand-up talks, eventuell auch live-streaming, quasi als &#8220;moving session&#8221;.. Was sagt ihr dazu? Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/04/02_next_logo_2010.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-111 alignright" style="margin: 6px;" title="next_logo_2009" src="http://themenriff.de/wp-content/uploads/2010/04/02_next_logo_2010-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> Wie ihr wisst, findet die Next Conference dieses Jahr in Berlin statt.</p>
<p>Wie fändet ihr es, mit einem NEXT-Bus am 11.05. morgens von Hamburg nach Berlin zu fahren und am 12.05. wieder zurück?</p>
<p>Mit einer Menge Zeit für Networking, vielleicht sogar stand-up talks, eventuell auch live-streaming, quasi als &#8220;moving session&#8221;..</p>
<p>Was sagt ihr dazu? Wer wäre dabei?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Grosse Graben</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 18:53:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sollte die Welt ausserhalb eines Unternehmen anders aussehen, als die innerhalb eines Unternehmens? Innerhalb von Unternehmen herrschen nahezu &#8220;gepflegte&#8221; Gräben zwischen Vertrieb, Technik und Marketing. Diese Gräben scheinen so gepflegt zu sein, dass man fast Blumenbeete anlegen könnte, damit sie wenigstens hübsch aussehen. Das scheint schon immer so gewesen zu sein. Auf jeden Fall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum sollte die Welt ausserhalb eines Unternehmen anders aussehen, als die innerhalb eines Unternehmens?</p>
<p>Innerhalb von Unternehmen herrschen nahezu &#8220;gepflegte&#8221; Gräben zwischen Vertrieb, Technik und Marketing. Diese Gräben scheinen so gepflegt zu sein, dass man fast Blumenbeete anlegen könnte, damit sie wenigstens hübsch aussehen. Das scheint schon immer so gewesen zu sein. Auf jeden Fall ist es so, seitdem ich im Berufsleben bin &#8211; also seit mindestens 20 Jahren.</p>
<p>Niemand will diese Grabenkämpfe. Niemand hat sie je gewollt. Und trotzdem sind sie vorhanden. Ausgebaut. Traditionsreich. Legendenbehaftet. Kein Unternehmer versteht diese Grabenkämpfe. Jeder Unternehmer möchte endlich das gemeinsame unternehmerische Bild, die Wir-Vision, &#8220;den gleichen Strang&#8221; im Mitarbeiterkopf implementieren. Warum geht das eigentlich nicht? Und der Kunde. Müssen wir uns nicht eigentlich alle irgendwie um den Kunden kümmern? Ist der Kunde nicht das Zentrum des Unternehmeruniversums und damit auch des Mitarbeiteruniversum (von 9-17 Uhr) Ist nicht eigentlich jeder Mitarbeiter ein Unternehmer im Unternehmen? Wollen wir nicht eigentlich das Wir-Universum? Seit 20 Jahren begegne ich den immer gleichen Fragestellungen. Ich will nicht ungerecht sein. Ja, es hat sich etwas verändert. Bei jeder neuen Buzzwordwelle ist auch irgendetwas, eine kleine Kleinigkeit, der Beginn eines Veränderungsprozesses, hängengeblieben. </p>
<p>Doch schauen wir uns mal die Welt ausserhalb der Unternehmen an und werfen einen Blick auf diejenigen, die momentan daran arbeiten, das Wir-Universum zu web2nullen und zu socialmedialisieren. Also das Unternehmen mit dem Kunden in Dialog bringen. Also der Kern dessen, was Marketing und PR seit jeher auf der Agenda haben. Also, ihr Job halt. So gesehen nichts Neues. Selbst die Erkenntnis, das man etwas Altes als Neues verkauft ist nichts Neues. </p>
<p>Bis auf eine einzige Kleinigkeit &#8211; die brutal den Finger in die Wunde der Protagonisten legt. Die Kleinigkeit des Echtzeitwebs (ich mag den Begriff nicht &#8211; er soll an dieser Stelle die Situation einfach nur verdeutlichen). Die Vernetzungsgeschwindigkeit des Echtzeitwebs zeigt zum ersten Mal gnadenlos, wie wenig vernetzt eigentlich genau DIE Dienstleister sind, die dem Kunden eigentlich genau das verkaufen, was sie selbst nicht leben: Dialog.</p>
<p>Die PR-Agentur verkauft Social Media Kommunikation und nimmt oft am Ende die Kundenkommunikation, die im besten Projektverlauf wirklich entstanden ist, selbst entgegen und bereitet in Statistiken und hübschen Powerpoints die erfolgreiche &#8220;Kampagne&#8221; für die Geschäftsführung auf und wünscht weiterhin viel Spass im Web. Man darf sie natürlich auch mit einem Folgeauftrag beglücken, denn schließlich ist Social Media keine Kampagne sondern ein Paradigmenwechsel. Stimmt. </p>
<p>Die Werbeagentur verkauft Web2.0 Projekte (wenn sie innovativ ist), sonst macht das die Internetagentur. Alle relevanten Kundenbewegungen im Web werden getrackt, gemessen, predicted und personalisiert. Wie oft gucke ich in erstaunte oder verwirrte Gesichter, wenn ich Kunden vorschlage, doch die bereits vorhandenen Daten aus CRM-Systemen, Call-Centern, Data-Mining Würfeln, etc&#8230; in die Web2.0 Projekte zu integrieren?! &#8220;Ja, gute Idee, aber das ist viel zu kompliziert.&#8221; Ja, es ist kompliziert, aber es muss trotzdem irgendwann getan werden, um signifikante Veränderungen im Umgang mit Kunden zu erzielen. Im Moment weiß nämlich der Call-Center Mitarbeiter oder das CRM System, das der Vertriebler nutzt, NICHT, das der Kunde sich gerade in Facebook oder Twitter beschwert hat oder positiv betrachtet: das er ein totaler Markenfan ist.<br />
Kann ich jetzt der PR- oder der Marketing/Werbeagentur vorwerfen, das sie nicht diesen Vorschlag gemacht haben? Nein, eigentlich nicht, ist ja gar nicht ihr Job. Oder? Aber es wäre schon schön, mal drüber zu sprechen.</p>
<p>Die klassischen IT-Dienstleister, die sich um die internen Prozesse in Unternehmen kümmern, erfahren als letzte von Web2.0 Projekten oder Social Media Aktivitäten. Sie sind immer noch damit beschäftigt, CRM Systeme zu implementieren, die Vertriebserfolge messen und kontrollieren oder Data Mining Konstruktionen zu bauen, bei denen sie die neuen wilden Webkanäle vergessen. Ja, die Onliner, ja, mit denen sprechen wir dann auch irgendwann mal. Dabei sind es die IT-Dienstleister, die das neue Rückgrat der Unternehmen bauen, denn Kommunikation, Marketing und Werbung sind nicht die einzigen Bausteine für den Erfolg von Web2.0 und Social Media &#8211; es bedarf auch einer Prozess- und IT-Infrastruktur innerhalb der Unternehmen, um diese neuen Kommunikationsinhalte in Wissensbasen zu operationalisieren. Ganz abgesehen vom &#8220;culture change&#8221;.</p>
<p>Wenn Social Media und Web2.0 wirklich nachhaltig den Umgang zwischen Verbrauchern und Unternehmen verändern wollen, dann bedeutet dies auch, dass die Bereiche PR, Marketing, Werbung, klassische Unternehmensberatung und IT-Berater (um nur mal die Dienstleister aufzuzählen) ebenso vernetzt zusammenarbeiten müssen, wie die einzelnen Bereiche innerhalb eines Unternehmens. </p>
<blockquote><p>Disziplinarische Grabenkämpfe wird sich in der Zukunft niemand mehr leisten können.</p></blockquote>
<p>Was bedeutet dies? Es bedeutet, das Dienstleister neue Allianzen schließen oder ihr Portfolio erweitern müssen. Open Social bedeutet eben auch: Open WorkFlow.</p>
<p>Ich würde dieses gesamte Thema, das ja doch sehr weit gefasst ist, gerne mal auf einem Event diskutieren. Gibt es da ein Interesse?</p>
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		<title>ifay &#8211; the song about data privacy protection</title>
		<link>http://themenriff.de/2009/12/19/ifay-the-song-about-data-privacy-protection/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 19:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fund des Jahrzehnts: Heute beim Aufräumen habe ich den Song gefunden, den ein Bekannter für unseren Internetdienst iFay im Jahr 2000 komponiert hat. Es geht um Datenschutz, Spam, Identitäten und die gute Internet-Fee &#8220;ifay&#8221;. Aber hört selbst: ifay &#8211; the song about data privacy protection Ach, ich freu mich riesig, dass ich den wiedergefunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fund des Jahrzehnts:<br />
Heute beim Aufräumen habe ich den Song gefunden, den ein Bekannter für unseren Internetdienst iFay im Jahr 2000 komponiert hat. Es geht um Datenschutz, Spam, Identitäten und die gute Internet-Fee &#8220;ifay&#8221;. Aber hört selbst:</p>
<p><a href='http://themenriff.de/wp-content/uploads/2009/12/ifay.mp3'>ifay &#8211; the song about data privacy protection</a></p>
<p>Ach, ich freu mich riesig, dass ich den wiedergefunden habe&#8230;.</p>
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		<title>Fazit zum IT-Gipfel 2009</title>
		<link>http://themenriff.de/2009/12/08/fazit-zum-it-gipfel-2009/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 17:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte leider nur die Möglichkeit den IT-Gipfel via Live-Stream zu verfolgen (Vielen Dank für diesen!), daher fällt das Fazit möglicherweise etwas kurz aus. Bla 1 Blubb 2 Fasel 1,2,3 Krawum!!! 3,4 . . . . . . Legende: 1: die vorgetragenen Inhalte trafen leider nicht meine Erwartungshaltung 2: an diesem Punkt bin ich möglicherweise eingeschlafen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte leider nur die Möglichkeit den IT-Gipfel via Live-Stream zu verfolgen (Vielen Dank für diesen!), daher fällt das Fazit möglicherweise etwas kurz aus.</p>
<p>Bla <sup>1</sup></p>
<p>Blubb <sup>2</sup></p>
<p>Fasel <sup>1,2,3</sup></p>
<p>Krawum!!! <sup>3,4</sup></p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p class="MsoNormal"><span>Legende: </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>1: die vorgetragenen Inhalte trafen leider nicht meine Erwartungshaltung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>2: an diesem Punkt bin ich möglicherweise eingeschlafen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>3: habe ich das nicht schon GENAU SO vor 5 Jahren gehört?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>4: Wer Fahrlehrer sein möchte, braucht definitiv selbst einen Führerschein.</span></p>
<p><!--EndFragment--></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kleinstadtsommer</title>
		<link>http://themenriff.de/2009/07/06/kleinstadtsommer/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 18:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>
		<category><![CDATA[Hohenlimburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtfest]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kleinstadtsommer ist, wie in jedem Land, geprägt von Festen. Schützenfeste, Sommerfeste, Dorffeste, Stadtfeste. Mein Stadtfest ist ein fester Termin in meinem Kalender. Absolut unverrückbar für Alternativ-Events. Dieser Höhepunkt eines Kleinstadtsommers ist ein Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Schulfreunde, die einem nach 20 Jahren wieder neu vorgestellt werden müssen und im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kleinstadtsommer ist, wie in jedem Land, geprägt von Festen. Schützenfeste, Sommerfeste, Dorffeste, Stadtfeste. Mein Stadtfest ist ein fester Termin in meinem Kalender. Absolut unverrückbar für Alternativ-Events. Dieser Höhepunkt eines Kleinstadtsommers ist ein Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Schulfreunde, die einem nach 20 Jahren wieder neu vorgestellt werden müssen und im Augenblick des Wiedererkennenes (nach 5 bis 30 Minuten) fallen einem die Details wieder ein. Das kann erfreulich (mein Gott, die war doch früher immer so pickelig), interessant (oh nein, DEN hab ich mal geküsst in der 5. Klasse?) oder unerfreulich (verdammt, die hat mich nie abschreiben lassen) sein. Man steht mit einem Bier der Lokalbrauerei in der Hand und lässt die Karawane der Schulkameraden, der Freunde und Feinde, die Cliquen in alter oder neuer Mischung, die Eltern der Freunde und Feinde, die Partner und Kinder die Stadtfestmeile entlang an sich vorbeiziehen. Und man sieht, was in den vergangenen Jahren passiert ist. Man sieht wer in der Kleinstadt geblieben ist, als man flügge wurde und wer in die Großstadt ging. Man sieht die Familien und die Karierren. Und der Abend nimmt seinen Lauf. Jedes Jahr. Dabei gilt es zunächst die von auswärts Angereisten auf den aktuellen Stand der Kleinstadtsoziologie (wer mit wem, weshalb, warum) zu bringen, danach werden die grossen Geschichten von damals erzählt und ab spätestens 22 Uhr ist es so, als hätte man die Kleinstadt nie verlassen. Es sind die Menschen, mit denen man aufgewachsen ist, die so viel von der eigenen Vergangenheit wissen (manchmal mehr als man selbst noch weiss) und so wenig von der alltäglichen Gegenwart. Aber das ist egal. Es ist das 48 Stunden Happening der vergangenen Jugend, der 8 Stunden Kater der Gegenwart und die 4 Stunden Grinsen auf der Rückfahrt in die Zukunft des aktuellen Wohnorts, die solche Wochenenden so besonders machen und die Freunde, die es immer bleiben.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/31245/5319842"><img src="http://u1.ipernity.com/11/98/42/5319842.ac3d3dbc.500.jpg" width="375" height="500" alt="photo-1" border="0"/></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Interdisziplinarität, Bildung und Eliten</title>
		<link>http://themenriff.de/2009/07/02/interdisziplinaritat-bildung-und-eliten/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 10:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Picki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solitude]]></category>
		<category><![CDATA[was mich interessiert]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Elite]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Interdisziplinarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich habe ich es mal geschafft, meine Festrede, die ich anläßlich des Neujahrsempfangs der Hochschule Pforzheim 2005 halten durfte, zu vertonen. Hurra! Hat ja nur 4,5 Jahre gedauert. Trotzdem immer noch aktuell (bis auf das Unwort des Jahres, welches im Jahr 2004 &#8220;Humankapital&#8221; war) &#8230;. aber hört selbst: (und hey: keine Klagen über die Qualität, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich habe ich es mal geschafft, meine Festrede, die ich anläßlich des Neujahrsempfangs der Hochschule Pforzheim 2005 halten durfte, zu vertonen. Hurra! Hat ja nur 4,5 Jahre gedauert. Trotzdem immer noch aktuell (bis auf das Unwort des Jahres, welches im Jahr 2004 &#8220;Humankapital&#8221; war) &#8230;. aber hört selbst:<br />
(und hey: keine Klagen über die Qualität, mein Lüfter hat sich sehr bemüht leise zu sein)</p>
<p><a href="http://www.soundcasting.de/files/pickihh/hochschulrede_pickha-1246530135.mp3">Interdisziplinarität, Bildung und Eliten (ca. 23 min)<br />
</a></p>
<p>viel Spass!</p>
]]></content:encoded>
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