Hashspam, next level – Die Schattenseite von Social Media

Ich hatte ja immer so mein Problem damit, Spamaccounts bei Twitter überhaupt zu bemerken. Ich followe denen ja schließlich nicht. Meistens bemerke ich die Spamaccounts erst in dem Moment, wo Twitter die Accounts löscht.

Die Unbemerktheit ändert sich jetzt.

Twitterspam

Die Spamaccounts fangen an, mit Hashtags in den Aufmerksamkeitsradius der Microblogger zu gelangen. Hier sind die Avatarbilder noch recht eindeutig, das müssen sie aber natürlich nicht sein. Für eine Veranstaltung wie z.B. die Reboot eine unangenehme Sache bezogen auf die Dokumentation des Kongresses und die unmittelbare Aussenwirkung der Kommunikation. Mich erinnert das oben gezeigte Szenario an die fliegenden Penisse, die einst Second Life Veranstaltungen torpediert haben.

Was kann man machen? Während der laufenden Veranstaltung wahrscheinlich nicht so sehr viel, ausser kontinuierlich die Accounts blocken und an Twitter melden. Doch die Reaktion des Twitter Supports wird schon allein zeitzonenbedingt sehr verzögert sein.

Eine öffentliche Timeline für Veranstaltungen zu lesen könnte in Zukunft immer nerviger werden – vielleicht ist die Zeit reif für “managed Timelines”? Könnte ein interessantes Modell sein. Profis stellen die Twitterer in einer managed timeline (vll sogar moderiert) zusammen, die vor Ort sind und twittern…

Nur so eine Idee, das war hier meine Session auf dem #smbc09 auf dem ich grade weile und selbstverständlich multitaskingtechnisch auch ganz gespannt dem Vortrag zuhöre, der grade gehalten wird :)

10 Responses to “Hashspam, next level – Die Schattenseite von Social Media”


  1. 1 @haraldlink

    Irgendwann wird man sich Hashtags für einen bestimmten Zeitraum registrieren lassen können oder müssen – der “Twitter Vanity Hashtag”. :)

  2. 2 Picki

    @haraldlink
    auch eine gute Idee – möglicherweise sogar ein MONETARISIERUNGS-ANSATZ? Hashtags für Zeiträume kaufen oder buchen und dann als Veranstalter an einen definierten Personenkreis herausgegeben…cool.

  3. 3 Timo

    Kein schlechter Ansatz, den Veranstalter temporär die Gewalt über einen Hashtag zu geben. Als problematisch erachte ich dabei jedoch die Möglichkeit, dass dieser dann unliebsame Kritiker virtuell aussperren kann. Zumindest von der Twitter-Suche.

    Ich habe spontan keine Lösung für das Problem. Finde die Idee von @kosmar (http://twitter.com/kosmar/status/2326035839) auch ganz gut, wobei die das Problem nicht für alle Personen sondern nur für eine Person beheben würde…

  4. 4 Dirk

    Zudem würde twitter sich damit – Hashtags zu „vermieten“ – imho selbst ins Aus katapultieren, da es ja vor allem ob der offenheit von Twitter so beliebt ist. Wenn jetzt angefangen wird, Tweets zu verbieten, die bestimmte Begriffe erhalten, war’s das.

  5. 5 Thorsten Zoerner

    Sorry, aber Hashtags mieten – Bezahlmodell für Hashtags. Geht gar nicht!

    Wie auch in meinem Beitrag: Der Veranstalter ist Schuld, wenn er es zulässt und keine Mittel und Wege dagegen findet.

    Ab einer bestimmten Teilnehmerzahl ist das “Followen” des Hashtags ohnehin schon ziemlich nervig – und bei geringeren Teilnehmerzahlen ist zuwenig Publikum um den Spam rentabel zu gestalten.

  6. 6 Picki

    @Thorsten

    sorry, tatsächlich im Spam gelandet. Kommt nicht wieder vor!

    aber was heisst, wenn der Veranstalter das “zulässt”? Der kann kann doch gar nichts gegen Hashspam machen!

  7. 7 Thorsten Zoerner

    So, mal sehen, ob ich dann auch meinen zweiten Kommentar schreiben kann :)

    Wieso kann der Veranstalter nichts gegen Hashspam machen? Er muss natürlich dafür die Gefahr kennen.

    1. Hashtags pro Veranstaltung/Präsentation/…
    2. Intelligenter RT-Bot(=Mensch) anstelle von Twitterwalls

    => weniger Angriffsfläche.

    (S.h. auch Beitrag von mir, dessen Trackback sogar angekommen ist).

  8. 8 pell

    Die Hashtags sollten allerdings als gemietete gekennzeichnet sein.

  1. 1 Social Media Radar 26/06/09 - Corporate Blog, iSPD, IVW, Twitter, Sex, Hashtags | ethority weblog
  2. 2 Hashspam - muss nicht sein… | Banedon's Cyber-Junk

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