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Glotzt du noch oder mogulierst du schon?

04.19.08 | 9 Comments

Seit nun fast einem Jahr ist es möglich seinen eigenen Fernsehssender im Internet zu betreiben. Dazu bieten verschiedene Live-Broadcasting Anbieter webbasierte Plattformen an, die für den eigenen Sendebetrieb lediglich einen Rechner, eine Webcam (oder andere über firewire angeschlossene externe Videokamera) sowie eine stabile DSL-Leitung voraussetzen. Das Wohnzimmer wird zum Fernsehstudio und endlich wird fernsehen auch interakiv. Ein Versprechen, welches die traditionellen Fernsehsender seit mehr als einem Jahrzehnt nicht einlösen.

Bei Mogulus oder ustream.tv wird jeder zum Moderator, Entertainer, Regisseur und Tontechniker. Und zwar gleichzeitig. Wer die erste 60-minütige Livesendung hinter sich hat, bekommt eine Ahnung davon, wie anspruchsvoll, nervenaufreibend und anstrengend ein richtiger Fernsehjob wohl sein mag.

Nicht zu vergessen, bieten die LiveTV-Broadcaster auch einen Rückkanal für die Zuschauer im Vergleich zum traditionellen Fernsehen. Und der ist ebenfalls live und besteht meistens aus einem integrierten Chatroom. Manchmal braucht es dann ein bißchen Übung sich daran zu erinnern, das man mit seinen Zuschauern nicht chatten muss – sondern mit ihnen reden kann und auch sollte; schließlich will niemand einem anderen beim chatten zusehen.

Genau darin liegt eine Herausforderung beim interakiven liveTV im Web: den Vorteil des Rückkanals vom Zuschauer nutzen, das heisst: gleichzeitig reden und den Chat im Auge behalten. Wer nur die Chatbeträge vorliest wird schnell langweilig, wer redet und redet und den Chat nicht beachtet wird feststellen, das die Zuschauer anfangen ihre eigene Unterhaltung zu führen. Dennoch sollte man beachten: Nicht jeder Zuschauer chattet aktiv mit. Einige hören und sehen nur zu, einige sind längst auf einem anderen Tab des Browers unterwegs und lassen sich nur noch durch den Ton berieseln. Spätestens nach der zweiten Sendung denkt man darüber nach, sich für die nächste Sendung ein kleines Storyboard anzulegen. Und seien es nur Stichpunkte über Themen von denen man schon immer mal reden wollte.

Neben dem experimentellen Blabla-Fernsehen und Egotainment eignen sich diese neuen liveTV broadcasting Plattformen meiner Meinung nach am Besten für Spezial-Themen; sprich long-tail Fernsehformate. Wenn zum Beispiel Martin Gommel über digitale Fotografie spricht und man Fragen dazu stellen kann, Kosmar über seine reichhaltigen Musikkenntnisse referiert, mspro Themen aus seinem Studium vorstellt, Prof. Hartmut Wöhlbier seine Vorlesung aus der Uni streamt oder auch die Live-Übertragungen von Veranstaltungen wie Barcamps. Hannover. Pl0gbarTV. Mitteldeutschland.

Je nach Professionalitäts-und/oder Peinlichkeitsgrad kann man selbst entscheiden, ob der grade gesendete Beitrag aufgezeichnet wird oder nicht.

Den meisten Spass jedoch macht es, Sendungen im Team zu produzieren. Über die Regie im Studiobereich kann man verschiedene Produzenten in den eigenen Fernsehkanal einladen und nach Belieben von einem zum anderen schalten. Allerdings sollte man dann (noch) vorsichtiger sein mit dem was man sagt, denn der Mit-Produzent kann jederzeit den Aufnahmeknopf drücken – je nach dem welche Rechte man ihm eingeräumt hat.

Auch sollte man (insbesondere) beim gemeinsamen Produzieren nicht vergessen sich aus dem Studio auszuloggen, sonst kann es passieren, dass die lieben Mitproduzenten und Zuschauer einem beim Schlafen zusehen.

weitere Informationen

hier: mediaocean, hier: Blogpiloten, hier: pottblog und google hat noch mehr….

und bald auch ein podcastbeitrag auf Fritz.de

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