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StartUpWeekend vs. Enterprise 2.0

09.25.07 | 9 Comments

Was sollte beim StartUpWeekend passieren? Wir wollten alle zusammen Neuland betreten und das Experiment wagen, ob es gelingt innerhalb 48 Stunden mit einem Haufen unterschiedlicher Menschen eine Unternehmung auf die Beine zu stellen.

Ist das gelungen? Ja.

Was mich im Rahmen dieses Konstruktes ebenfalls interessiert hat war, ob ein Event wie ein StartUpWeekend unter den Prämissen von Enterprise 2.0 funktioniert.

Wer war dabei?

  • Freiberufler. Selbstbestimmt. Gewohnt in Netzwerkstrukturen zu arbeiten. Ohne Hierachien.
  • Studenten. Fast schon die Generation “Digital Natives”.
  • Old Ecos. Aus tradionellen Organisationsstrukturen. Mit klaren Etappenzielen.

Was mich rückblickend zum Nachdenken gebracht hat, ist die Frage, warum viele Teilnehmer, die bereits heute selbstbestimmt in Netzwerkstrukturen arbeiten oder arbeiten wollen, es scheinbar “zugelassen” haben, das sich eine “klassische” Unternehmensstruktur herausbildet. War das überhaupt wirklich so oder war das nur ein diffuses Gefühl? Und wenn es wirklich so war, war es schlecht?

Ich hatte nicht den Eindruck, das es irgendwo eine Gruppe gab, die so “konspirativ” oder zurückgezogen war, das ich mich nicht jederzeit hätte dazugesellen können, wenn ich es gewollt hätte. Trotzdem scheint dieses Gefühl entstanden zu sein. (ich nehme mich da nicht aus).

Man spricht es allerdings nicht offen aus, sondern bemurmelt es am Aschenbecher oder auf den Gängen. So zumindest mein subjektives Empfinden. Aschenbechergemurmel oder auch Küchengespräche empfinde ich persönlich jedoch als ebenso “klassisch” innerhalb eines hierarchischen Modells, wenn anschließend kein offenes Gespräch geführt wird. Dann bleibt es für mich ein Verorten in “Oben” und “Unten” innerhalb einer unausgesprochenen Hierarchie, in der man sich (vielleicht unbewusst) eingeordnet hat.

Auch in Enterprise 2.0 Unternehmungen gibt es Pläne und Leader. Ohne gehts nicht. Jeder Einzelne sollte sie jedoch konstruktiv in Frage stellen dürfen, vielleicht sogar müssen, wenn er am Gesamtergebnis Verantwortung tragen möchte. Holschuld und Bringschuld. Doofe Begriffe aus der Old Eco. Eigenverantwortung wäre vielleicht der bessere Ausdruck.

Das wollen wir doch, oder? Warum fordern wir es dann nicht oft genug ein?

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