Archive for September, 2007

StartUpWeekend vs. Enterprise 2.0

Was sollte beim StartUpWeekend passieren? Wir wollten alle zusammen Neuland betreten und das Experiment wagen, ob es gelingt innerhalb 48 Stunden mit einem Haufen unterschiedlicher Menschen eine Unternehmung auf die Beine zu stellen.

Ist das gelungen? Ja.

Was mich im Rahmen dieses Konstruktes ebenfalls interessiert hat war, ob ein Event wie ein StartUpWeekend unter den Prämissen von Enterprise 2.0 funktioniert.

Wer war dabei?

  • Freiberufler. Selbstbestimmt. Gewohnt in Netzwerkstrukturen zu arbeiten. Ohne Hierachien.
  • Studenten. Fast schon die Generation “Digital Natives”.
  • Old Ecos. Aus tradionellen Organisationsstrukturen. Mit klaren Etappenzielen.

Was mich rückblickend zum Nachdenken gebracht hat, ist die Frage, warum viele Teilnehmer, die bereits heute selbstbestimmt in Netzwerkstrukturen arbeiten oder arbeiten wollen, es scheinbar “zugelassen” haben, das sich eine “klassische” Unternehmensstruktur herausbildet. War das überhaupt wirklich so oder war das nur ein diffuses Gefühl? Und wenn es wirklich so war, war es schlecht?

Ich hatte nicht den Eindruck, das es irgendwo eine Gruppe gab, die so “konspirativ” oder zurückgezogen war, das ich mich nicht jederzeit hätte dazugesellen können, wenn ich es gewollt hätte. Trotzdem scheint dieses Gefühl entstanden zu sein. (ich nehme mich da nicht aus).

Man spricht es allerdings nicht offen aus, sondern bemurmelt es am Aschenbecher oder auf den Gängen. So zumindest mein subjektives Empfinden. Aschenbechergemurmel oder auch Küchengespräche empfinde ich persönlich jedoch als ebenso “klassisch” innerhalb eines hierarchischen Modells, wenn anschließend kein offenes Gespräch geführt wird. Dann bleibt es für mich ein Verorten in “Oben” und “Unten” innerhalb einer unausgesprochenen Hierarchie, in der man sich (vielleicht unbewusst) eingeordnet hat.

Auch in Enterprise 2.0 Unternehmungen gibt es Pläne und Leader. Ohne gehts nicht. Jeder Einzelne sollte sie jedoch konstruktiv in Frage stellen dürfen, vielleicht sogar müssen, wenn er am Gesamtergebnis Verantwortung tragen möchte. Holschuld und Bringschuld. Doofe Begriffe aus der Old Eco. Eigenverantwortung wäre vielleicht der bessere Ausdruck.

Das wollen wir doch, oder? Warum fordern wir es dann nicht oft genug ein?

Share

StartUpWeekend – Auf der Suche nach meinen Emotionen

Das Wochenende war klasse. Da bin ich nicht allein mit meiner Meinung.

Ich habe mich im Vorfeld wahnsinnig drauf gefreut und sogar meinen rituellen Samstagsfrühstücksclub im Ribatejo dafür sausen lassen. Ich habe mich auf die Leute, auf die Atmosphäre, auf die Ideen und auf neue Erfahrungen gefreut.

Die Leute waren super, die Atmosphäre schwankte (für mich persönlich), es gab gute Ideen, ganz neue Erfahrungen habe ich nicht so recht gemacht. Mein “emotionales Involvement” hat mich dennoch am Samstagabend verlassen. Warum?

In der ersten geheimen Abstimmung für die 13 Ideen habe ich für PimPic (jetzt: Edelbild) gestimmt und mich sehr gefreut, das die Idee gewonnen hat, was nicht zuletzt an der sympathischen Art von Lutz gelegen hat.

Danach habe ich im Grunde adhoc den Überblick verloren. Es gab ca. 6 Gruppen, die an verschiedenen Themen gearbeitet haben. Leider ist mir den ganzen Samstag nie richtig klargeworden, welche Kompentenzen in Form von Menschen eigentlich in welchem Team waren bzw. gefehlt hätten. Also bin ich zunächst ins “What is the Plan” Team gegangen. Dachte ich, da ich planlos war, das ist ne’ gute Idee… Am Tisch saßen ca 20 Menschen, auch (gefühlt) ohne Plan. Gut, der Plan entwickelt sich ja auch erstmal. Ich wurde dann zusammen mit Till in das Team “What is the company” entsendet um den Teamleader zu erfragen, der 20 min später dem Planungsteam den Stand der Dinge reporten sollte. Alles passiert. Es gab vom Planungsteam eine neue Aufgabe für das “Company-Team” mit Zeitvorgabe. Ok. Ich wollte/sollte das Company-Team weiter begleiten, das war nämlich meine Aufgabe.

Leider hatte sich das Company-Team nach der Mittagspause aufgelöst. Schade. Ich hab’s ca. eine Stunde gesucht. Möglicherweise ist mir während dieser Suche ein Teil meiner Emotionen verloren gegangen. Mir fehlte die Transparenz. Dem Planungsteam ist mein Aufgabenverlust nicht weiter aufgefallen. Na ja, ich hab’s auch nicht wirklich kommuniziert, außer Meldung über den Sachverhalt zu geben. Vielleicht war es auch einfach viel zu laut in dem Raum.

Ich habe mich dann dem “Kunden”-Team angeschlossen, in dem sich einige Personen aus dem “Company”-Team versammelt hatten. Aufgrund meines längeren Suchvorgangs hatte diese Gruppe aber natürlich schon eine Ecke weiterdiskutiert und es war schwierig von rechts aussen reinzugrätschen; hat aber dennoch gut funktioniert, weil die Gruppe klein war (7 Personen), jeder zu Wort kam und damit auch Wertschätzung erfuhr.

Während meiner Suche fiel mir übrigens auf, das in jeder Gruppe ähnliche Themen diskutiert wurden. Nämlich Produktfeatures und was die Company denn eigentlich machen soll/sollte/könnte/.

Später ging unser Teamleader zum “Reporting” und kam irgendwie lange, lange Zeit nicht wieder. Mmmh. Danach hat er uns aber über die Entscheidungen informiert. Mein “emotional involvement” war leider zwischenzeitlich im Aschenbecher verraucht (was nicht am Teamleader lag). Ich hatte Kopfweh vom Bienenstocksummen und wurde ziemlich müde.

Ob es das Kundenteam am nächsten Tag noch genauso gegeben hat, weiss ich gar nicht, weil ich Sonntag erst am späten Mittag gekommen bin (selber Schuld). Ich habe dann das Businessplan-Team beim Prosaschreiben des Finanzkapitels unterstützt.

Gerne hätte ich am Schluss den Prototypen oder zumindest die Screenshots gesehen, gerne hätte ich eine “richtige” Wahl des Managementteams gesehen, gerne hätte ich an der Abstimmung “ob es” oder “ob es nicht” weitergeht, teilgenommen, gerne hätte ich erfahren, wie es konkret weitergeht. Das Ende des Weekends war merkwürdig abrupt.

Ich habe in der letzten Stunde kein “Wir”-Gefühl gespürt, wohl aber bei vielen die Suche danach, oder lag’s einfach nur an der Müdigkeit?

Mir hat im Wesentlichen die Transparenz gefehlt, wie anderen auch. Ich habe sie aber nicht hergestellt (mal an die eigene Nase gefasst). Warum eigentlich nicht? Die Idee einen Übersichtsplan zu machen hatten viele, niemand hat ihn gemacht (ich habe auf jeden Fall keinen Plan gesehen).

Meine Learnings: es hat relativ schnell eine Art “klassische” Unternehmensstruktur gegeben, ganz heimlich ist die entstanden, das ist vielen negativ aufgefallen mit denen ich gesprochen habe; niemand hat den Mund aufgemacht. Auch ganz klassisch. So viel dazu.

Obwohl sich das jetzt ein bißchen negativ angehört hat; mir hat das Wochenende sehr viel Spass gemacht und ich finde es ist eine Menge dabei herausgekommen. Ich bin auf jeden Fall beim nächsten StartUpWeekend wieder dabei und dann mache ich den Übersichtsplan. Einfach so.

1000 Dank beim Orgateam für den Mut, das Engagement und die Nerven!

Share

Wie man riecht, so gründet man

ging ich doch letztens mal wieder bei Douglas Düfte ausprobieren, da fiel mir der ultimative Gründerduft ins Auge: “Venture” ! – natürlich nur für Männer und exklusiv bei Douglas, und leider nicht auf der Homepage (daher gibts auch keinen Link).

Dennoch hat mich das inspiriert, geeignete Düfte zu suchen, die den Gründer in jeder Phase unterstützen; mit folgendem Ergebnis:

In der Phase der Ideenfindung und Modellierung des Geschäftsmodells braucht es eine gehörige Portion INTUITION . Und ohne wahre OBSESSION und die INSPIRATION der Frauen geht beim Sprung INTO THE BLUE eigentlich gar nix.

Gründer aus der Provinz können sich mit CITY GLAM den Dorfgeruch abschütteln.
Wie gemacht für Re-Founder wie mich ist RUSH 2 .

Der Erfolg eines Venture Capital Gesprächs kann durch HYPNÔSE erreicht werden; gibt’s selbstverständlich auch für Frauen. Alternativ kann man es auch mit MAGNETISM probieren. Doch Vorsicht: “Heisse-Luft-Geblubber” lässt der VC von heute locker mit KENZOAIR an sich abprallen. Dann hilft dann auch kein VERY IRRESISTIBLE mehr….

Auch die Programmierer kommen natürlich nicht zu kurz. Das Gefühl, mit dem diese Taste in den Momenten tiefster Verzweifelung hemmungslos und wild gedrückt wird, kann mit ESCAPE stimmungsvoll unterstützt werden. Der ultimative Nerd-Duft ist jedoch CODE . Klar, was sonst. Erstaunlich, mit welchem Weitblick Salvatore Dali ins Web 2.0 geschaut hat.. RUBY LIPS gibts allerdings nur für Mädels…

Für die Zusammensetzung des Gründerteams: Boss Selection. Der moderne sensible Gründer führt sein Team mit BOSS SOUL oder natürlich völlig klassisch mit BOSS in MOTION . Ultimativer CXO-Duft: NUMBER ONE . Und wenn es mit der Kommunikation mal nicht klappt: ECHO . Denn wie es reinschallt, so schallt es heraus:)

Exit-Unterstützung kann man mit EMPORIO bekommen. Und wenn man zwar noch nicht ganz zur Geld- ELITE gehört, kann man ja wenigstens schon mal danach riechen. Beflügelt vielleicht die Anleger. Auch TUMULTE auf dem Börsenparkett sind bekanntlich nicht ganz uninteressant für die Phantasie….but remember it’s not a fact it’s just a PROMESSE .

Nach dem erfolgreichen Börsengang entspannen mit BALDESSARINI DEL MAR CARIBBEAN oder sich am besten mit BEYOND PARADISE gar nicht mehr finden lassen.

Aber auch die düstersten Momente, wenn der INSOLENCE …äääh….Insolvenzverwalter kommt, können durch offene DÉCLARATION der noch vorhandenen Assets erträglich werden. Spätestens hier fährt man wahrscheinlich mit TRUTH am besten.

Für gewisse Menschen bleibt nur ENEMY …Die Stärke eines Mannes wird an der Zahl seiner Feinde gemessen. Na ja, für solche Typen gibt’s ja PURE POISON

Wer im Übrigen mit mir gründen möchte…mit LE MARTINA könnte es klappen. Na ja, ich persönlich bevorzuge seit Jahren MIRACLE …was auch immer das aussagen mag.

Am Ende sind wir doch alle Addict to something called Web2.0 …

Nachtrag: Die hier verlinkte Website Beautynet.de war übrigens auch bei diesem Event im Berliner Hinterhof . Damals haben viele gefeixt, ob eine Online Parfumerie funktionieren kann. Nun ja…tut sie immer noch. Glückwunsch!

Share

First Flush Thoughts No2

aus dem Kopf ins Blog: ungefiltert, unsortiert, unreflektiert

Digitale Depression ist, wenn Unternehmen können wollen aber nicht wollen können.

Share

First Flush Thoughts No1

aus dem Kopf ins Blog: ungefiltert, unsortiert, unreflektiert

Der Scheiß, den manche Leute reden, ist eine intellektuelle Bereicherung für jedes Plumpsklo.

Share