Beteiligungsverträge für unsere beiden neuen Investoren werden ausgearbeitet. Es geht hin und her. Die jeweiligen Anwälte prüfen, ändern, prüfen. Eine Sitzung jagt die nächste. Die letzte Forderung des Berliner Investors ist für uns unannehmbar; sie wollen ihr Risiko so absichern, das es fast keines mehr ist. Aber es heißt doch Risikokapital, wundern wir uns. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat brechen wir die Verhandlungen ab. Unser erster Kunde, dieser internationale Konzern, investiert allein in uns, aber nicht die Summe, die wir eigentlich brauchen. Unsere Nerven sind am Ende, obwohl wir sehr erleichtert sind. Unsere Aufsichtsratssitzungen finden jetzt alle zwei Wochen statt. Die Kapitalsuche hat immer noch kein Ende.
In den Büros herrschte Chaos. Auch in den Büros der Gründer, die schon bei großen Unternehmen gearbeitet hatten. Es entstand einfach. Alles musste schnell gehen, vieles improvisiert werden. Man könnte ja zu spät sein. Jemand anders schneller am Markt sein. Man durfte es nicht verpassen, der Erste zu sein. Denn der Erste kriegt den meisten Ruhm, der zweite hat nur nachgemacht. „The early bird catches the worm“
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