März 2001

Ein Kundentermin jagt den nächsten. Wir gewinnen zwei große Kunden, allerdings mit kleinem Budget. Aber wir hoffen auf Folgeaufträge. Unser Privatinvestor hat ist immer noch nicht seiner Zahlungsverpflichtung nachgekommen. Wir planen eine Reorganisation und müssen sieben Mitarbeiter entlassen. Das ist bisher der schwärzeste Tag meines Lebens. Ein paar Tage später teilt mir mein Vorstandskollege mit, dass er unser Unternehmen verlassen wird. Kündigen. In drei Monaten ist er weg. Mir wird schlecht. Ich lasse alles stehen und liegen, fahre zu unserem Aufsichtsratsvorsitzenden und heule wie ein Schlosshund. Wir vereinbaren, den Mitarbeitern vorerst nichts zu sagen, um sie nicht zu beunruhigen.

Es hilft auch nicht, durch mehr Mitarbeiter Entwicklungszeiten zu verkürzen. Die Komplexität im Team nimmt zu. Mitarbeiterführung wird dann immer wichtiger. Und ein professionelles Projektmanagement. Konsequentes Qualitätsmanagement ist unersetzlich. Jeder Informatikstudent wusste das. Die meisten Gründer waren überfordert. Der Druck kam von allen Seiten. Intern und extern.

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