ifay – the song about data privacy protection

Der Fund des Jahrzehnts:
Heute beim Aufräumen habe ich den Song gefunden, den ein Bekannter für unseren Internetdienst iFay im Jahr 2000 komponiert hat. Es geht um Datenschutz, Spam, Identitäten und die gute Internet-Fee “ifay”. Aber hört selbst:

ifay – the song about data privacy protection

Ach, ich freu mich riesig, dass ich den wiedergefunden habe….

Fazit zum IT-Gipfel 2009

Ich hatte leider nur die Möglichkeit den IT-Gipfel via Live-Stream zu verfolgen (Vielen Dank für diesen!), daher fällt das Fazit möglicherweise etwas kurz aus.

Bla 1

Blubb 2

Fasel 1,2,3

Krawum!!! 3,4

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Legende:

1: die vorgetragenen Inhalte trafen leider nicht meine Erwartungshaltung

2: an diesem Punkt bin ich möglicherweise eingeschlafen

3: habe ich das nicht schon GENAU SO vor 5 Jahren gehört?

4: Wer Fahrlehrer sein möchte, braucht definitiv selbst einen Führerschein.

Kleinstadtsommer

Ein Kleinstadtsommer ist, wie in jedem Land, geprägt von Festen. Schützenfeste, Sommerfeste, Dorffeste, Stadtfeste. Mein Stadtfest ist ein fester Termin in meinem Kalender. Absolut unverrückbar für Alternativ-Events. Dieser Höhepunkt eines Kleinstadtsommers ist ein Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Schulfreunde, die einem nach 20 Jahren wieder neu vorgestellt werden müssen und im Augenblick des Wiedererkennenes (nach 5 bis 30 Minuten) fallen einem die Details wieder ein. Das kann erfreulich (mein Gott, die war doch früher immer so pickelig), interessant (oh nein, DEN hab ich mal geküsst in der 5. Klasse?) oder unerfreulich (verdammt, die hat mich nie abschreiben lassen) sein. Man steht mit einem Bier der Lokalbrauerei in der Hand und lässt die Karawane der Schulkameraden, der Freunde und Feinde, die Cliquen in alter oder neuer Mischung, die Eltern der Freunde und Feinde, die Partner und Kinder die Stadtfestmeile entlang an sich vorbeiziehen. Und man sieht, was in den vergangenen Jahren passiert ist. Man sieht wer in der Kleinstadt geblieben ist, als man flügge wurde und wer in die Großstadt ging. Man sieht die Familien und die Karierren. Und der Abend nimmt seinen Lauf. Jedes Jahr. Dabei gilt es zunächst die von auswärts Angereisten auf den aktuellen Stand der Kleinstadtsoziologie (wer mit wem, weshalb, warum) zu bringen, danach werden die grossen Geschichten von damals erzählt und ab spätestens 22 Uhr ist es so, als hätte man die Kleinstadt nie verlassen. Es sind die Menschen, mit denen man aufgewachsen ist, die so viel von der eigenen Vergangenheit wissen (manchmal mehr als man selbst noch weiss) und so wenig von der alltäglichen Gegenwart. Aber das ist egal. Es ist das 48 Stunden Happening der vergangenen Jugend, der 8 Stunden Kater der Gegenwart und die 4 Stunden Grinsen auf der Rückfahrt in die Zukunft des aktuellen Wohnorts, die solche Wochenenden so besonders machen und die Freunde, die es immer bleiben.

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Interdisziplinarität, Bildung und Eliten

Endlich habe ich es mal geschafft, meine Festrede, die ich anläßlich des Neujahrsempfangs der Hochschule Pforzheim 2005 halten durfte, zu vertonen. Hurra! Hat ja nur 4,5 Jahre gedauert. Trotzdem immer noch aktuell (bis auf das Unwort des Jahres, welches im Jahr 2004 “Humankapital” war) …. aber hört selbst:
(und hey: keine Klagen über die Qualität, mein Lüfter hat sich sehr bemüht leise zu sein)

Interdisziplinarität, Bildung und Eliten (ca. 23 min)

viel Spass!

Hashspam, next level – Die Schattenseite von Social Media

Ich hatte ja immer so mein Problem damit, Spamaccounts bei Twitter überhaupt zu bemerken. Ich followe denen ja schließlich nicht. Meistens bemerke ich die Spamaccounts erst in dem Moment, wo Twitter die Accounts löscht.

Die Unbemerktheit ändert sich jetzt.

Twitterspam

Die Spamaccounts fangen an, mit Hashtags in den Aufmerksamkeitsradius der Microblogger zu gelangen. Hier sind die Avatarbilder noch recht eindeutig, das müssen sie aber natürlich nicht sein. Für eine Veranstaltung wie z.B. die Reboot eine unangenehme Sache bezogen auf die Dokumentation des Kongresses und die unmittelbare Aussenwirkung der Kommunikation. Mich erinnert das oben gezeigte Szenario an die fliegenden Penisse, die einst Second Life Veranstaltungen torpediert haben.

Was kann man machen? Während der laufenden Veranstaltung wahrscheinlich nicht so sehr viel, ausser kontinuierlich die Accounts blocken und an Twitter melden. Doch die Reaktion des Twitter Supports wird schon allein zeitzonenbedingt sehr verzögert sein.

Eine öffentliche Timeline für Veranstaltungen zu lesen könnte in Zukunft immer nerviger werden – vielleicht ist die Zeit reif für “managed Timelines”? Könnte ein interessantes Modell sein. Profis stellen die Twitterer in einer managed timeline (vll sogar moderiert) zusammen, die vor Ort sind und twittern…

Nur so eine Idee, das war hier meine Session auf dem #smbc09 auf dem ich grade weile und selbstverständlich multitaskingtechnisch auch ganz gespannt dem Vortrag zuhöre, der grade gehalten wird :)

Twitter, the Cleverle

Ganz clever, die Idee von Twitter, bei der Neuanlage eines Accounts Follower vorzuschlagen. Natürlich kann man die Vorschläge per händischem OptOut entfernen, huscht man aber bei der Registrierung darüber hinweg, folgt man direkt 20 Accounts.

Interessant dabei ist, das man als derjenige Account, der in dieser Liste vertreten ist, vermutlich zukünftig Geld bezahlen muss, ach, vielleicht ist das ja längst so.

Besser, auch für den Kunden, wäre es natürlich, wenn diese Vorschläge erst dann erfolgen, wenn ich als Neuzugang bereits mein Profil hinterlegt habe, dann könnten nämlich die “suggestions” anhand meiner Interessen erfolgen. Das wäre dann für MICH ein echter Mehrwert und für den Businesskunden, der dafür zahlt wahrscheinlich auch.

Microblogging: Sidestream oder Zufallsprinzip?

Obwohl ich seit einiger Zeit an einer Web2.0-Depression leide, bin ich immer noch ein leidenschaftlicher Twitterer. Allerdings teile ich nicht die Euphorie und Hypegesänge bezüglich der Aussage, dass Twitter beizeiten zum Mainstream wird oder “the next big thing” für Unternehmenskommunikation oder Marketing. Und das aus folgenden Gründen:

1. Userzahlen

Bezogen auf Deutschland (je nach Statistik 20-70.000 Twitterer) ist dies wohl eine zu vernachlässigende Nutzerzahl. Natürlich wächst sie derzeit rasant, aber: bis die kritische Masse für einen Mainstream erreicht wird ist (meine Prognose) das Thema Twitter wieder “durch”. Es wurden ja bereits etliche Vergleiche zu Second Life gezogen, und natürlich ist allein die technische Barriere bei SL deutlich höher, aber zum Twitterer wird auch nur, wer regelmäßig twittert – und das ist die Barriere von Twitter: den Schwachsinn erkennen, filtern und dranbleiben. Darüber haben schon so manche die Geduld verloren und sind wieder ausgestiegen aus der Timeline.

2. Mainstreams

Daran anschließend stellt sich für mich die Frage, ob es im WebX.0 überhaupt noch Mainstreams geben wird. Die Innovationszyklen werden immer schneller, so dass für eine einzelne Technologie/Tool wie das Microbloggen eigentlich kaum Zeit bleibt, sich “zu setzen” und zu entwickeln. Beispiel: der derzeitige Umschwung von Blogs auf Microblogs. Meine These: es wird zukünftig eher “Sidestreams” geben – ein Amazonasdelta des Internets mit vielen Seitenarmen eines Flusses. Einer dieser Sidestreams ist Microblogging, einer anderer Blogs, ein weiterer Videostreaming, etc.. Keiner dieser Sidestreams wird es allein als Mainstream schaffen, aber sie befüllen den gleichen Hauptstrom des Netzes.

3. die Krux der Microkommunikation für Unternehmen

So. Ich glaube mittlerweile, dass Twitter zum jetzigen Zeitpunkt für Unternehmen wenig Mehrwert bringen wird. Warum? Ja, ein Unternehmen oder eine Marke kann News über sich in die Timeline geben. Aber wie geht ein Unternehmen derzeit vor? Es sucht sich die Mavens auf Twitter, also diejenigen, die viele Follower haben und damit vermeintlich für virale Effekte sorgen. Das hat aktuell zwei Nachteile: diejenigen, die viele Follower haben, haben meistens auch um die 1000 denen sie selbst folgen. Da ein Unternehmen/oder eine Marke in der Regel nicht stündlich twittert (und das bitte auch nicht tun sollte) ist es ein reiner Glücksfall, von einem Heavy-Twitterer überhaupt gelesen zu werden, geschweige denn von ihm ge-retweetet (sorry für das denglish) zu werden.  Am ehesten tauchen die Unternehmens- und Markentweets in der Timeline eines Twitterers auf, der relativ wenigen folgt. Allerdings ist das entweder Programm, d.h. diese Twitterer folgen aus Prinzip nur wenigen oder es sind Twitterer die wenig twittern, d.h. meistens auch nichts verbreiten und eine geringe Sichtbarkeit haben. Die Chancen für ein Unternehmen oder eine Marke, eine PR-relevante Sichtbarkeit zu erzielen, sind meines Erachtens denkbar gering. Derzeit.

4. die Krux mit der persönlichen Timeline

Und damit komme ich direkt zum vierten Punkt. Ich persönlich folge ca. 1000 Twitteraccounts, größtenteils handelt es sich um deutsche Accounts und ein paar gehören zur internationalen, daher meist amerikanischen, Web Bohemè. Die amerikanischen Tweets sehe ich tagsüber aufgrund der Zeitverschiebung fast gar nicht in meiner Timeline (ausser die der Hardcore-Twitterern). Bei den deutschen Accounts denen ich folge, lese ich gefühlt nur diejenigen, die regelmässig, also mehrmals täglich twittern. Alle anderen unterliegen dem “Zufallsleseprinzip” wie oben beschrieben. Im Grunde ist es also fast egal, ob ich 300 Accounts folge oder 1000 Accounts. Um inhaltliche Informationen zu Themen zu bekommen, die mich interessieren – muss ich eigentlich überhaupt niemanden folgen, dafür muss man nicht mal selbst twittern, es reicht search.twitter.com oder irgendein Analyse-Client. Um mit entsprechenden Twitterern meiner relevanten Themen zu kommunizieren, bin ich entweder auf die Gnade des @replies angewiesen, falls das Interesse nur einseitig ist oder ich muss mich so interessant machen, das mir der Guru ebenfalls folgt. Na ja.

Quintessenz:

Ich glaube, dass sich Twitter in kleine Themenräume aufteilen wird. Man hat einen persönlichen Twitteraccount, mit dem man die 08/15 daily Kaffee, Büroalltags- und Lebenstweets bewerkstelligt und zusätzlich ein oder mehrere Accounts für Fachthemen, in deren Timeline dann weniger #dsds #gntm oder #tatort Tweets auftauchen. Dazu passt übrigens auch der Trend zur Qualität.

Innerhalb dieser sehr spezifischen Gruppen (Long Twail? ;) könnte dann auch ein Unternehmen möglicherweise effektiver PR betreiben oder sogar kommunizieren. Soweit haben die meisten Unternehmen Twitter jedoch noch nicht durchdrungen, denn das macht viel Arbeit, kann schlecht outgesourct werden und erfordert Geduld,  Zeit und p-e-r-s-ö-n-l-i-c-h-e-n Einsatz.

Da Twitter derzeit leider keine Gruppen unterstützt, muss man zur Zeit auf die Methode der Multi-Accounts zurückgreifen. Ob Twitter überhaupt per Hashtag oder ähnlichem einzelne Tweets unterschiedlichen Timelines explizit zuweisen können wird, weiss auch niemand.
Ich bin allerdings überzeugt, dass die one-and-only einzig glücklich machende Timeline längst angezählt ist, denn ich habe eigentlich nicht EIN Twitter-Netzwerk sondern viele kleine.

Vielleicht kommt eh bald der nächste Zug zum aufspringen?

Ich war und bin übrigens ein grosser Anhänger von Second Life und innerhalb des letzten Jahres ist SL kontinuierlich gewachsen. Das werden die Microblogging-Plattformen auch, ob gehypt oder nicht.
Nur die Scheuklappen der geistigen Inzucht sollte man ab und zu mal abnehmen.

Twittern aus dem Glashaus

Die Twitterer, das sind doch die, die sich gerne zum Kreis der digitalen Bohème zählen, die den Holzmedien gerne vorwerfen, wie sehr sich diese hinterm Berg der modernen Kommunikation befinden, die Twitterer die nahezu jedem, der die Micro- und Macrobloggerei partout nicht verstehen will mangelnde Medienkompetenz vorwerfen. Gilt das für alle Twitterer? Nein, natürlich nicht, aber für genügend. Und zwar für all die, die Medienkompetenz mit der Nutzung und dem technischen Einsatz von Tools verwechseln und nicht sehen, dass Medienkompetenz immer auch mit den Inhalten, die über diese Tools ins Internet kommen, zu tun hat.

Genau diese mangelnde Medienkompetenz konnte man gestern NICHT im “ersten deutschen Twitter-Fall” wie ihn die Medien nahezu unsäglich bezeichnen, sondern im, wenn man überhaupt eine solche Bezeichnung verwenden möchte, “ersten deutschen Twitter-FAIL”.

Angesichts einer solchen Alptraum-Katastrophe, bei der Menschen ihr Leben verlieren und die pure Fassungslosigkeit und Trauer hinterlässt, scheinen manche Twitterer weiter nur das eine Ziel zu verfolgen, welches sie eh jeden Tag haben: Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit in der Timeline um jeden Preis. Nein, von einem Bürgerjournalismus sind wir weit entfernt, wir sind mitten im Bürgerboulevard, wo die letzten Hemmschwellen des geschmacklosen Sarkasmus fallen. Ja, niemand kann mit einer solchen Katastrophe vollständig richtig umgehen, weder im Print, noch im TV, noch im Internet. Und das einzige was Twitter gestern gezeigt hat ist, dass es nichts nutzt, schneller Unfähigkeit zu demonstrieren als andere Medien.

Und bei manchen gemacklosen und unbedachten Tweets frage ich mich, ob die Twitterer mal überlegt haben, dass die Angehörigen, Schüler und Lehrer all diese Sprüche ebenfalls lesen können und ob ihre Öffentlichkeits- und Mediengeilheit nicht manchmal nur das Zweitwichtigste ist. Wenigstens für einen Tag.

Terrortainment oder die Wahrheit?

Es ist einer dieser Tage an dem die Welt im Chaos versinkt und wer twittert sitzt in der ersten Reihe. Die gefühlte Nähe zur Katastrophe reicht bis zur Bordsteinkante des Taj Mahal Hotels. Mehr als 6000 Tweets pro Stunde tauchen im globalen Twitterstream auf und berichten. Sieht man sich diese Flut von 140-Zeichen Mininachrichten genauer an, stellt man fest: Die meisten davon sind Re-Tweets, also Wiederholungen von Tweets, die bereits wer weiss wie oft und von wievielen durch die Timeline gejagt worden sind. Ob wirklich grade nochmal ein Feuer ausgebrochen ist, wieviele Geisel tatsächlich noch in der Gewalt von wem auch immer sind, eine verläßliche Information bekommt man nicht so recht. Umso bedenkenswerter, das CNN auf Twitterer in der Berichterstattung zurückgreift, die sie aus genau dieser weltweiten Timeline herausgreifen. Manche dieser vermeintlichen Vorort-Berichterstatter haben in ihrem Twitterprofil nichts zu bieten ausser ihrem Nickname. Keinen Klarnamen, keinen Link auf eine Website oder ein Blog.

Was macht das mit mir, mir persönlich? Nun. Erst einmal finde ich die Live Berichterstattung über ein Microblogging Tool bemerkenswert und sehr gut. Sie könnte in Katastrophenfällen wie diesen echten Nutzen bringen. So wie die Blutspenden-Aufrufe oder der Hinweis, Familiennachfragen doch bitte mit dem Hashtag #mumbaifamily zu taggen. Und es gibt sicher noch sehr viel mehr wirklich sinnvolle Aktionen, die man über Twitter, etc.. verbreiten kann. Allerdings sollten diese, soweit es mich angeht, über ein vertrauensvolles Account verbreitet werden. Schließlich hat jeder Twitterer, der seinen Tweet mit #mumbai hashtaggt über die Suchbegriff-Auswertung von search.twitter.com SOFORT eine Attention die über seine normalen 10 Follower hinausgeht. Auf einmal fällt er CNN, BBC oder DerWesten auf. Je reißerischer und emotionaler der Mensch berichtet umso größer die erzeugte Aufmerksamkeit.

Doch wo ist sie, die viel besungene Authentizität des Web2.0? Kann ich in Katastrophensituationen den Nachrichten eines Twitterusers, der nur aus einem Nickname besteht, wirklich vertrauen? Und kann ich in der heutigen medialen Zirkuswelt einem Nachrichtensender, der sich auf solche Twitterer bezieht, vertrauen, daß er zugunsten einer belegten vertrauenswürdigen Quelle der Wahrheit näher kommt und stattdessen nicht der Erste ist, der eine Meldung bringt? Nochmal: ich finde es gut, das es Bürgerjournalismus gibt. Und mir fällt auch spontan keine Lösung ein, die authentische, glaubwürdige Bürger-Berichterstattung sicherstellen könnte, ausser “Bitte melden Sie sich hier mit ihrem Klarnamen und ihrer Adresse an, bevor sie uns sagen, in welche Richtung der Terrorist grade läuft”. Es geht sicher um das Verantwortungsbewußtsein des Einzelnen und der Einzelnen in der wilden Horde.

Genervt haben mich zum Beispiel die folgenden Dialoge um die Nachricht, ob von offizieller Stelle aus Mumbai darum gebeten wurde, doch bitte nicht mehr über Polizei- und Militäraktionen zu twittern, da die Terroristen möglicherweise ebenfalls die Twittertimeline lesen.

(bitte von unten nach oben lesen)
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Es bleibt festzustellen, Twitter ist schneller als andere Medien, aber deshalb nicht glaubwürdiger und einen Umgang mit diesem schnellen Tool müssen wir alle und selbst die Digital Natives erst lernen. Zurück zur Frage, was dies alles bei mir persönlich auslöst, die Antwort: ich glaube dem Netz immer weniger, ich bin immer verunsicherter, oft wütend und immer öfter deprimiert was die Glaubwürdigkeit von Informationen betrifft, und damit schließe ich die Informationen vermeintlich seriöser Quellen ein.

Warum, frage ich mich, twittert eigentlich kein grosser Sender direkt vor Ort (z.B. cnninthefield), statt wie fast alle grossen Medienunternehmen, lediglich einen RSS Feed einzubinden? Dann müsste ich mir auf der Suche nach einer glaubwürdigen Quelle nicht erst einen Wolf googlen, oder irgendwo anrufen, wie dieser Mensch (Geschlecht unbekannt):

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Und in anderen Krisengebieten, z.b. im Kongo, wo jeden Tag tausende Menschen auf der Flucht sind, dort scheinen die Menschen keine Computer zu haben und keine Handys und keine Kameras. Und deshalb gibts von dort und darüber auch kein Terrortainment. Dort sterben die Menschen einfach so, scheinbar ohne das es uns interessiert. Und das ist das Schlimmste.

Update:
mehr zu den hässlichen Seiten von Twitter bei der HAZ, dem Spiegel.

in 44 Tweets zum 44. Präsidenten

oder: die Twitterperspektive. Meine persönliche natürlich. Aus meiner Timeline und der election-timeline habe ich gestern Nacht immer mal wieder gefavt. Sogar mich selbst, ich vergess mich sonst. Analog zu meiner Holzkiste, packe ich diese Tweets jetzt in meine neue Tweetkiste. Könnte ja sein, die Nationalbibliothek fragt mal nach…oder Claus Kleber (der gestern eine neue Ära der Berichterstattung eingeläutet hat. Im ZDF. Also auch irgendwie historisch) will noch mal was über Twitter wissen…oder so.

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